14. - 22.2.2026
In meiner Wohngegend ist es eher flach und Schnee fällt selbst im Winter nur wenig.
Daher hatte ich mir für den Winterurlaub ein schneesicheres Gebirge ausgesucht.
Mein Ziel war der Thüringer Wald, der auch als Grünes Herz Deutschlands bezeichnet wird.
Hauptzweck meines Aufenthalts war das Wandern.
Doch auch eine Funkstation befand sich im Gepäck.
Als Ausgangspunkt für die Wanderungen wählte ich Oberhof.
Das ist ein relativ kleiner Ort mit nur 1600 Einwohnern, der vom Tourismus lebt.
Zwar halten an dem etwa 5 km vom Ort entfernt liegenden, gleichnamigen Bahnhof seit Jahren keine Züge mehr.
Doch man kann den Ort auch mit den Buslinien 422 und 423 von Zella-Mehlis aus erreichen.
In Oberhof hatte ich ein Zimmer im Panorama Hotel.
Der von dort beabsichtige, abendliche Funkbetrieb scheiterte, da sich in meinem Zimmer nur 2 der 4 Fenster ankippen ließen.
Das vollständige Öffnen war laut Aufkleber an einem der Fenster aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
An das sichere Befestigen eines schräg außen vor das Fenster gestellten Antennenmasts war somit nicht zu denken.
Eventuell ließe sich ein Langdraht schräg nach unten über Straßen und Wege hinweg spannen.
Doch das habe ich nicht ausprobiert, da stets ein nicht unerheblicher Wind um das Hotel wehte und ein dadurch reißender Antennendraht mit den nicht absehbaren Folgen nicht auszuschließen war.
Tag 1: Anreise
Normalerweise sehe ich mir bei einem mehrere Tage dauernden Aufenthalt am Anreisetag immer noch den Ort an.
Doch die Besichtigungstour fiel diesmal sehr kurz aus, da schlichtweg dicker Nebel vorhanden war, der sich außerdem auf dem eiskalten Boden niederschlug und so den Fußweg zu einer Eisfläche werden ließ.
Vom Hotel selbst konnte ich nur die untersten Etagen sehen.
Das Foto rechts entstand erst am Morgen des nächsten Tages.
Tag 2: Talsperre Lütsche
Am nächste Tag war der Nebel verschwunden.
Aus den dicke Wolken fiel jedoch kein Schnee und der noch liegende Restschnee war harsch.
Nach -8 °C in der Nacht sollte die Temperatur auf -5 °C steigen.
Als Wanderung hatte ich mir eine Rundtour zu der nordöstlich von Oberhof im Naturpark Thüringer Wald DLFF-0128 liegenden Talsperre Lutsche ausgesucht.
Vom Hotel aus nutze ich anfangs die Straße am südlichen Rand des Naturschutzgebiets Schlossbergkopf GMA DA/TH-585 (827 m, kein DLFF-Gebiet).
Nach dem Tunnel unter der L3247, der Ortsumfahrung, absolvierte ich anfangs ein recht steiles Stück durch den Wald, durch das sich ein längerer Weg um den Löffelbühl (812 m) herum einsparen ließ.
Auf der nahezu geraden Strecke bis zur Wegkreuzung Hohe Tanne (716 m) unternahm ich noch einen Abstecher zum Löffelbühlsfelsen (783 m).
Von dort war durch eine Schneise der Schneekopf GMA DA/TH-001 (978 m) zu sehen, den ich ein paar Tage später ansteuerte.
Auf dem Forstweg zwischen Hoher Warte (776 m) und Stieglitzkopf (764 m) und der Wegkreuzung Dicke Tanne (667 m) erreichte ich schließlich mein Ziel: die Erstaktivierung der Kleinen Hohen Warte GMA DA/TH-620 (666 m).
Dessen höchste Erhebung wäre nur quer durch den dichten Wald erreichbar gewesen, da es keinen ausgeschilderten Weg gab.
Doch nur 4 m unterhalb gibt es an der Wegkreuzung An der kleinen Hohen Warte (652 m) nahe des Wegweisers einen stabilen Picknickplatz.
Die Station stellte ich auf den Tisch und den Antennenmast befestigte ich leicht schräg stehend am Pfahl des Hinweisschilds.
Jedoch ließen sich die Heringe der Abspannungen nicht in den hart gefrorenen Boden stecken, sodass darauf gelegte Rindenstücke das Wegrutschen verhindern mussten.
Zwar hatte ich meine Aktivierung sowohl auf der WWFF- als auch der GMA-Webseite angekündigt, doch das Interesse in Form von Antworten auf meine CQ-Rufe hielt sich in Grenzen.
Wahrscheinlich trug der in der Nacht durchgezogene G2-Sturm seinen Teil dazu bei.
So baute ich nach 1½ Stunden und nur 4 erreichten QSOs die Station wieder ab.
In der Zwischenzeit gab es vermehrt Lücken in der Wolkenschicht.
Für den Rückweg hatte ich mir den Weg um die Kleine Hohe Warte abwärts zur Talsperre Lütsche ausgesucht.
Zwar hatte ich vorher schon gelesen, dass diese Talsperre nur zum Teil gefüllt ist, weil sich die Staumauer in einem schlechten Zustand befindet und Reparaturarbeiten seit Jahren ausstehen.
Doch was ich sah, war mehr als traurig.
Vom einstmals 14 Hektar großen Stausee ist nicht mehr als ein Tümpel übrig.
Das Ausmaß der Teilbefüllung wird besonders vom Ende des Stausees deutlich, denn dort sollte die Wasseroberfläche fast bis an die Straße reichen.
Daher ging ich weiter auf dem Forstweg aufwärts entlang der Steinernden Lütsche.
Von der Straßenkreuzung nördlich von Oberhof war es nicht mehr weit bis zum Hotel, das ich nach insgesamt 11,6 km (↑305 m, ↓305 m) erreichte.
Tag 3: Schwarzer Kopf
In der Nacht hatte der vom Wetterbericht angekündigte Schneefall eingesetzt.
Beim Verlassen des Hotels lagen bereits 15 cm Neuschnee.
Da in der Nacht -5 °C herrschten und die Temperatur nur auf -1 °C steigen sollte, blieb der Schnee liegen.
Abermals hatte ich mir ein Ziel im Naturpark Thüringer Wald DLFF-0128 ausgesucht, diesmal jedoch südwestlich von Zella-Mehlis.
Die Fahrt bis zum Bahnhof Zella-Mehlis (543 m) absolvierte ich mit dem Bus.
Nach einem kurzen Stück auf der direkt am Bahnhof entlang führenden Bundesstraße B62 bog ich nach rechts auf eine kleine Versorgungsstraße ab.
Auf dieser erreichte ich direkt mein Ziel, den Schwarzen Kopf SOTA DM/TH-195 (749 m).
Auf der 33 Hektar großen Lichtung um den höchsten Punkt befand sich bis 1990 das Funkaufklärungszentrum Süd, wie auf der Informationstafel neben dem Eingang zu dem weiterhin abgezäunten Gelände vermerkt ist.
Das Areal, auf dem heutzutage von der alten Anlage nur noch das renovierte Technikgebäude steht, wird von einer Firma für erneuerbare Energien und dem Büro des Forstbetrieb genutzt.
Das Funkgerät stellte ich auf den Querbalken der mit einem kleinen Dach versehenen Informationstafel und den Antennenmast band ich an dem an der Zufahrtsstraße stehenden dünnen Baum.
Während sich die eine Antennenabspannung an einer nahen Tanne befestigen ließ, musste ich die andere an einem Laubbaum auf der anderen Straßenseite befestigen.
Hinweis: Dies muss ausreichend hoch erfolgen, damit durchfahrende Fahrzeuge nicht darin hängenbleiben können.
Zwar wurde die Sonnenaktivität immer noch mit aktiv angegeben, doch die Bedingungen waren ausreichend gut, sodass ich auf 40 m 51 Funkverbindungen erreichen konnte.
Es wären noch mehr erreichbar gewesen, doch mir wurden irgendwann die Finger kalt, sodass sich Gebefehler einschlichen.
Nach 1 Stunde baute ich daher die Station wieder ab und vollendete auf tief verschneiten Forstwegen die Umrundung des Schwarzen Kopfs, bevor ich wieder auf die schon genannten Zufahrtsstraße traf.
Nach insgesamt 10 km (↑235 m, ↓235 m) erreichte ich wieder den Bahnhof Zella-Mehlis.
Tag 4: Talsperre Ohra
An diesem Tag unternahm ich eine weitere Wanderung im Naturpark Thüringer Wald DLFF-0128, diesmal jedoch keinen Rundweg.
Als Startpunkt wählte ich die Gemeinde Luisenthal (etwa 450 m), die nördlich von Oberhof liegt.
Bis dorthin nutzte ich ich einen der Busse der in Richtung Gotha verkehrende Linie 860.
Zwar hatte der Wetterbericht für Oberhof nach der mit -1 °C milden Nacht noch 0 °C für den Tag vorhergesagt.
Doch in dem etwa 380 m tiefer liegenden Luisenthal war es definitiv wärmer, wie am Schneematsch auf den Straßen und dem Schneeregen erkennbar war.
Anmerkung: Oberhalb des Ortsteil Schwarzwald liegt auf einer Erhebung die Burgruine Käfernburg (WCA DL-01448, THB-154).
Die Staumauer der Talsperre Ohra, die vorrangig zur Trinkwasserversorgung dient, besteht aus einem aufgeschütteten Damm.
Aus dem Stausee ragt der sogenannte Entnahmeturm hervor.
Zwar ist auch eine Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung vorhanden, doch die maximal 500 MW (also 57 kW pro Stunde) dienen vorrangig zur Versorgung der Trinkwasseraufbereitungsanlage, wie Informationstafeln im kleinen Häuschen nahe des Staudamms verraten.
Mich zog es weiter die Straße an der Talsperre aufwärts zu dem hier liegenden Aussichtspunkt.
Doch an den von dort vorgesehenen Funkbetrieb war aufgrund des weiter vorhandenen Schneeregens nicht zu denken, denn der dortige Picknickplatz besitzt kein Dach und war völlig dem böigen Westwind ausgesetzt.
Daher wanderte ich nach einer kurzen Pause weiter auf der nach der Ecke langsam abfallenden Straße bis zur Vorsperre Silbergrund.
Diese dient zum Aussieben von Sedimenten aus dem Eimersbach und seinen Zuflüssen.
Am südlichen Ende der Vorsperre befindet sich der Triefstein, aus deren steiler Wand das Wasser des Gerastollens schießt.
Zwar gibt es dort einen überdachten Pichnickplatz, der ausreichend windgeschützt war.
Doch aus dem tief eingeschnittenen Tal mit einer Kurzwellenstation aktiv zu werden, hielt ich für nicht erfolgversprechend.
Daher wanderte ich im Tal weiter am Ufer des Eimersbachs aufwärts.
Erst kurz vor Oberhof erreichte ich eine Höhe gegenüber den umliegenden Bergen, die für einen erfolgreichen Funkbetrieb notwendig gewesen wäre.
Doch zu diesem Zeitpunkt wollte ich nur noch ins Trockene.
An der Straßenkreuzung nördlich von Oberhof bog ich jedoch noch einmal ab, um einen Blick auf die Bobbahn und ein Stück weiter auf die Schanzenanlage werfen zu können.
Nach 9,2 km (↑396 m, ↓52 m) traf ich wieder am Hotel ein.
Tag 5: Großer Beerberg
Wenn man südöstlich von Oberhof wandert, landet man nach kurzer Strecke im Biosphärenreservat Thüringer Wald DLFF-0032.
Für diesen Tag, an dem die Temperatur von -4 °C in der Nacht auf -2 °C steigen sollte, hatte ich mir als Ziel den Großer Beerberg SOTA DM/TH-001 (983 m) ausgesucht.
Eingedenk der Erfahrung vom Vortag hatte ich mir bereits im Hotel einen möglichst geschützten Standort ausgesucht, der innerhalb des für eine SOTA-Aktivierung zulässigen vertikalen Abstands liegt.
Der Aussichtsturm Plänckners Aussicht (973 m) befindet sich nur 10 m unterhalb des Gipfels.
Es gibt kürzere Wege dorthin.
Doch da ich vornehmlich wandern wollte, startete ich die Tour an der Bushaltestelle Gasthaus Schmücke (916 m).
Hinweis: Diese Haltestelle wird nur 2-mal am Tag von der Buslinie 448 angesteuert.
Ich startete die Wanderung auf dem durch Schmücke führenden Rennsteig.
Am großen Bildschirm an der Wetterstation Schmücke (939 m) wurden 29 cm Schnee angezeigt, was auch meinem Blick in die Umgebung entsprach.
An der Schutzhütte Adler (928 m) zweigt der Rennsteig von der Straße ab.
Der Gipfel des Großen Beerbergs (983 m) selbst befindet sich in der Kernzone Beerbergmoor des Biosphärenreservats und mögliche Wege waren tief verschneit.
Zwischen dem Aussichtsturm und dem erstaunlich stark frequentierten Wanderweg befinden sich am Hang zwar einige große Bänke, doch ich wählte den mit einem Dach versehenen Turm.
Zwar ist er seitlich nicht gänzlich geschlossen, doch bieten einige der teilweise geschlossenen Seiten zumindest etwas Schutz gegen Wind.
Ich baute die Station an einer Wand der etwa 3 m über dem Erdboden liegenden, aus Metallgittern bestehenden Aussichtsplattform auf.
Den Mast befestigte ich am Pfahl des Hinweisschilds für das Moor.
Die Heringe der Abspannungen steckte ich einfach in den tiefen Schnee.
Der Ansturm auf den Bändern war erstaunlich.
Innerhalb von etwas mehr als 1¾ Stunden konnte ich auf 40, 30 und 20 m insgesamt 53 Verbindungen erreichen, bevor mir die Finger beim Morsen zu klamm wurden.
Nach dem Abbau der Station folgte ich weiter dem Rennsteig und nach insgesamt 10,2 km (↑124 m, ↓230 m) erreichte ich wieder das Hotel.
Tag 6: Schlossbergkanzel
Nach einer mit -5 °C kalten Nacht sollte die Temperatur noch auf -3 °C steigen.
Als Ziel hatte ich mir den nordöstlich von Oberhof im Naturpark Thüringer Wald DLFF-0128 liegenden Lärchenkopf GMA DA/TH-145 ausgesucht.
Nach dem Straßenstück südlich des Schlossbergkopfs GMA DA/TH-585 (827 m, kein DLFF-Gebiet) ging ich auf breiten Forstwegen meinem Ziel entgegen.
Doch an dem in der Nähe zum Gipfel liegenden Wegstück hatte das Kutschunternehmen, das im Ort Fahrten in die Umgebung anbietet, so etwas wie einen Wendepunkt mit Grill und einer Hütte eingerichtet.
Da an einen ruhigen Funkbetrieb in dessen unmittelbarer Nähe nicht zu denken war, wanderte ich weiter bis zur Schlossbergkanzel (714 m).
Von dort bietet sich ein Blick auf die Talsperre Lütsche und das nordöstlich gelegene Hartsteinwerk Frankenstein.
Auf der Schlossbergkanzel gibt es neben dem kleinen Gebäude der Rettungswacht und einem als Schutzhütte ausgewiesenen Gebäude einen überdachten Picknickplatz.
Diesen nutzte ich für den Aufbau der Station.
Den Antennenmast befestigte ich an einem kahlen Laubbaum in der Nähe.
Der tiefe Schnee bot wieder ausreichend Halt für die Abspannungen der Antennendrähte.
Innerhalb einer ¾ Stunde antworteten jedoch auf 40 und 20 m nur jeweils 1 Station auf meine CQ-Rufe.
Auf 30 m kam kein QSOs zustande.
Nach dem Abbau der Station ging ich anfangs auf dem gleichen Weg zurück, auf dem ich gekommen war.
Jedoch bog ich kurz vor Oberhof zur Straßenkreuzung nördlich des Ortes ab und umrundete so den Schlossbergkopf.
Nach insgesamt 7,2 km (↑100 m, ↓100 m) erreichte ich wieder das Hotel.
Tag 7: Schneekopf
Für diesen Tag hatte der Wetterbericht nach einer mit -9 °C kalten Nacht Sonnenschein und bis zu 0 °C angekündigt.
Daher fuhr ich noch einmal in das Biosphärenreservat Thüringer Wald DLFF-0032.
Von der diesmal mit der Buslinie 448 angesteuerten Bushaltestelle Schneekopf gelangte ich auf der Zufahrtsstraße zum Schneekopf GMA DA/TH-001 (978 m).
Auf diesem kahlen aber nur relativ flach abfallenden Gipfel gibt es diverse Bänke, die sich zum Aufbau einer Funkstation eignen.
Ich wählte die hier stehende Sitzbank am Kickelhahnblick, da diese im Windschatten lag.
Den Antennenmast befestigte ich am Wegweiser, während ich einen Teil des Tisches und der Sitzbank vom dicken Schnee befreite und als Stationstisch bzw. Sitz nutzte.
Trotz der mir auf den Rücken scheinenden Sonne wurde es nach einer ¾ Stunde recht kühl, sodass ich die Station trotz nur 4 erreichter QSOs auf 30 m wieder abbaute.
Auf 40 und 20 m konnte ich keine Verbindungen erreichen.
Für den Rückweg begab ich mich auf kürzestem Weg hinab zur Wilden Gera.
Am Weg an deren Ufer gelangte ich im tiefen Schnee abwärts am Großen Geierfels vorbei bis zu einem Schulungszentrum der TEAG.
Dort bog ich in das vom Schnabelbach geformte Tal ab.
Dieser Weg ist relativ steil.
Doch als ich den Fuß des Buchskopfs GMA DA/TH-088 (825 m) erreicht hatte, war der restliche Weg der insgesamt 11,3 km (↑253 m, ↓400 m) langen Strecke über die Gräfenrodaer Straße zum Hotel schnell bewältigt.
Tag 8: Sternberg
Für diesen Tag wurde nach einer mit -2 °C relativ milden Nacht Tauwetter bei +4 °C vorhergesagt.
Daher startete ich möglichst früh auf einer möglichst hoch gelegenen Strecke - im Schneeregen.
Ich hatte die am Südrand von Oberhof beginnende, mit einer Skiloipe versehene Bergahorn-Allee gewählt.
Dieser breite Forstweg führt unterhalb des Schützenbergs (904 m) auch durch das Naturschutzgebiet Schützenbergmoor (kein DLFF-Gebiet).
An der Bergbaude Veilchenbrunnen wechselte ich auf den wesentlich tiefer liegenden Stallweg.
Auf diesem gelangte ich bis zum auserkorenen Ziel, der Erstaktivierung des im Naturpark Thüringer Wald DLFF-0128 liegenden Sternbergs DA/TH-584 (840 m).
Nun etwa 9 m unterhalb des höchsten Punkts führt der Weg vorbei.
Neben dem Wegweiser gibt es direkt am Weg einen als niedrigen Stuhl geformten Baumstamm, den ich zum Aufbau der Station und vor allem als Sitzgelegenheit nutzte.
Den Antennenmast band ich am Betonpfahl des Wegweisers fest, die Heringe der Abspannungen der Antennendrähte hatten genügend Halt im nassen Schnee.
Obwohl recht viele Spaziergänger diesen Weg nutzten, störte mich niemand beim Funkbetrieb.
In einer ¾ Stunde antworteten auf 40 m schnell 17 Stationen auf meine CQ-Rufe, auf 30 und 20 m gelangen jedoch keine Verbindungen.
Der Rückweg bis zum Rondell nahe Oberhof und weiter auf einem Wanderweg entlang der Straße war schwierig, da sich die noch auf den Wegen liegenden 15 cm Schnee inzwischen zu großen Teilen in Schneematsch verwandelt hatte.
Dieser fand irgendwie Eingang in meine Wanderschuhe - zum Glück herrschte kein Frost mehr.
Trotzdem war ich froh, als ich nach insgesamt 9,7 km (↑143 m, ↓143 m) wieder das Hotel erreichte.
Tag 9: Abreise
Das Wetter an diesem Tag machte den Abschied leicht: Nieselregen bei wenigen Plusgraden.
Von den Bäumen wurde der Schnee schon am Vortag weggespült.
Auf den Flächen dazwischen setzte sich dies nun fort.
Zuerst mit dem Bus bis Zella-Mehlis steuerte ich ab dort wieder per Bahn meinen Heimatort an.
Funkstation, QSL-Karten, Dankeschön
Als Stationsausrüstung kam ein Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung, eine Palm Portable Key, ein LiFePo4-Akku mit 4,5 Ah und diverses Zubehör zum Einsatz.
Ich nutzte den Transceiver nur auf 40, 30 und 20 m.
Als Antenne verwendete ich eine 19 m lange Doublet-Antenne mit einer 8 m langen Zweidrahtleitung, die auch als Twisted-Hille bekannt ist.
Ein paar Heringe aus Kunststoff, kurze Abspannschnüre und ein Seil zur Befestigung vervollständigen die Antenne.
Zusammen mit einem 6-m-Mast ließ sich diese Antenne überall als Inverted-V aufbauen.
Die gesamte Stationsausrüstung wog nur 1,7 kg.
Während der Vorbereitung einer Wandertour, nicht nur der hier beschriebenen, hat sich zumindest bei mir die Nutzung einer noch klassisch auf Papier gedruckten Wanderkarte bewährt.
Ein Grund ist, dass sie einen größeren Ausschnitt detailliert darstellt, als es auf einem Laptop oder gar dem Smartphone möglich wäre.
Bei elektronischen Karten verschwinden Details, je größer das dargestellte Gebiet sein soll.
Außerdem sind auf der von mir verwendeten, für 4,95 € in jeder gut sortierten Buchhandlung erhältlichen/bestellbaren Wanderkarte "Naturpark Thüringer Wald, Blatt 6: Oberhof, Zella-Mehlis" aus dem Verlag Grünes Herz
(ISBN 978-3-86636-341-0) die Wanderwege mit den jeweiligen Kennzeichen aufgeführt.
Diese Eigenschaft bieten elektronische Karten in der Regel nicht.
Für die Orientierung unterwegs habe ich immer die App "OsmAnd" verwendet, damit das Papier der Karte nicht im Regen oder Schnee aufweicht.
In der Zwischenzeit wurden schon alle Funkverbindungen in die Datenbanken von SOTA, WWFF und GMA eingefügt.
Auch die QSL-Karten an all jene Stationen, die neu für mich waren oder von denen ich in den Vorjahren eine QSL-Karte erhalten habe, sind bereits seit dem 28.2.2026 auf dem Weg über das QSL-Büro an die Empfänger unterwegs.
Ich danke abschließend all den Funkamateuren, die auf meine bestimmt recht leisen Signale geantwortet haben.