Zurück auf Start HBFF, SOTA und WCA in Liechtenstein

15. - 31. 7. 2022
 
Erst Mitte des vergangenen Jahres habe ich Funkaktivierungen im Rahmen des WWFF-Programms für mich entdeckt. Vorher war es lediglich eine Information, die ich manchmal von anderen Stationen erhielt und im Logbuch vermerkte. Situationsbedingt fanden bisher alle WWFF-Aktivierungen im eigenen Land und aus DLFF-Gebieten statt. Das sollte sich jetzt ändern, denn es waren im beschränkten Umfang wieder Reisen möglich. Und mich zog es als Flachlandbewohner wieder in die Berge nach Liechtenstein.
 
Liechtenstein © map.geo.admin.ch Hauptziel war die Erholung beim Wandern durch das mir inzwischen bestens bekannte Fürstentum Liechtenstein. Selbstverständlich hatte ich auch eine kleine Funkstation dabei, die sich gut noch im Rucksack verstauen ließ. Nachfolgend habe ich die einzelnen Wanderungen aufgeführt und Wege beschrieben, die zum jeweiligen Ziel führten. Nicht aufgeführt habe ich diesmal Wegstrecken und die dafür jeweils benötigte Zeit. Ich hoffe, trotzdem den einen oder die andere zu einem Besuch dieses nicht nur für Funkamateure interessanten Landes anzuregen. Zur Vorbereitung und zur verwendeten Station gebe ich am Ende dieser Seite noch ein paar Tipps und Informationen.
 
Tag 1: Ankunft nach oben
 
Liniennetz © LIEmobil In den Vorjahren stieg ich immer bereits am Abend vorher in den Nachtzug der ÖBB bis Zürich und fuhr am Morgen weiter bis Sargans/Schweiz. Diesmal hatte ich mich für einen sehr früh abfahrenden ICE entschieden, dem erst ein RE und letztlich einen Regionalzug bis Feldkirch/Österreich folgten. Bis Sargans und Feldkirch fahren auch die grünen Bussen von LIEmobil. Da ich ja 17 Tage in Liechtenstein bleiben wollte und demzufolge auch öfters mit dem einen oder anderen Bus unterwegs sein würde, kaufte ich mir gleich eine Monatskarte für 72 CHF. Dieser Kauf hatte sich am Ende auch rentiert. Und ich musste nicht ständig Kleingeld für den Bus parat haben.
 
Am Nachmittag kam ich in Gaflei an. Das ist ein Ortsteil von Triesenberg, der auf etwa 1450 bis 1480 m Höhe liegt. Während meines Urlaubs wohnte ich dort bei Freunden, die mich eingeladen hatten, in ihrem Haus. Doch gerade in dem etwas tiefer gelegenen Ortsteil Masescha lassen sich diverse Ferienhäuser mieten. Einige Vermieter dort kennen mittlerweile Funkamateure und ihre Vorliebe, Drähte zur Bäumen zu spannen und Maste ohne Fahne daran aufzustellen. Am Ende sollte sich für jeden Funkamateur eine passende Unterkunft für einen kürzeren oder längeren Aufenthalt finden lassen.
 
Logo Berggasthaus Matu Standort Berggasthaus Matu © map.geo.admin.ch Als Verpflegungsstützpunkt diente mir das schon von der Entfernung zur Unterkunft her günstig gelegene Berggasthaus Matu, das sich hier auf 1453 m Höhe befindet. Es ist ab 10 Uhr geöffnet und lädt durchgängig zum Essen ein. Monika und Werner Schädler, die Betreiber, waren mir bereits von Berggasthaus Sücka bekannt und stets positiv in Erinnerung geblieben. Und das Essen sowie der Service waren wieder hervorragend. Außerdem kann man bequem auf der Terrasse sitzen und über das Rheintal blicken. Der Parkplatz Gaflei ist einer der Ausgangspunkt für Wanderungen über den Fürstensteig. Von diesem ist das Berggasthaus nur 400 m entfernt. Kleiner Tipp: Auch wer keine Unterkunft in der Nähe hat, der sollte bei einer Wanderung oder Funkaktivität in der Nähe trotzdem einmal dort einkehren. Die Bushaltestelle Matu der Linie 22 von Triesenberg nach Gaflei liegt eine Haltestelle vor dem Ende und direkt vor der Haustür. Daher kann man sogar das Auto zu Hause lassen.
 
Tag 2: Stationsaufbau und Aufwärmen nach oben
 
Um auf eventuelle Schlechtwettertage vorbereitet zu sein, baute ich am Vormittag entlang der Grundstücksgrenze eine Double-Antenne auf. Aufgrund der begrenzten Fläche ließ sich nur eine Antenne mit 2 × 24,5 m und 8 m langer Zuleitung unterbringen, die ich obendrein an den Strahlerenden knicken musste. Durch die Nähe zu den anderen Wohnhäusern waren Störungen durch nicht näher zu ermittelnde elektrische Geräte unvermeidlich. Doch da ich ohnehin hauptsächlich unterwegs funken wollte, spielte dieser Fakt keine Rolle.
 
Panorama - Blick von Silum ins Rheintal
 
Berggasthaus Sücka und Alp Sücka oberhalb von Steg Als leichten Einstieg unternahm ich noch eine Wanderung nach Steg. Von Gaflei aus lassen sich zwei Wege nutzen. Beide Wege führen über Silum (1477 m), von dem sich ein guter Panoramablick über das Rheintal ergab. Ich nutzte den Weg, auf dem man ohne große Anstiege hin und zurück kommt. Wandert man oberhalb von Silum über den Kamm des Bergrückens, kann man am Aussichtspunkt (1540 m) einen Blick ins Saminatal und ins Valünatal sowie auf den Schönberg werfen. Umkehrpunkt bildete das Berggasthaus Sücka (1402 m), in dem derzeit keine Übernachtungen möglich sind. Man kann sich dort nur am Wochenende leiblich stärken oder den Durst löschen.
 
Panorama - Blick ins Saminatal (links), ins Valünatal (rechts) und auf den Schönberg in der Mitte
 
Tag 3: Moggawald/Schwarzwald HBFF-0228 nach oben
 
HBFF-0228 © HBFF/map.geo.admin.ch Unterhalb von Alpspitz (1996 m) und Gafleispitz (1982 m) erstreckt sich direkt an der steil aufragenden Felswand ein Schutzwald, der Moggawald/Schwarzwald HBFF-0228. Vom Parkplatz Gaflei (1483 m) aus erreicht man das südliche Ende des Waldes, wenn man von dort den Weg Richtung Hinterprufatscheng einschlägt und am Aussichtsturm in den Wald abbiegt. Auf einer eher locker mit Bäumen bestandenen Fläche baute ich die Station auf. Bequem im Schatten eines Baumes sitzen fanden innerhalb von 2½ Stunden auf 30 m 45 QSOs Eingang ins Logbuch.
 
Blick von Hinterprufatscheng bis zum Säntis Für den Rückweg nutzte ich den in Serpentinen bis Hinterprufatscheng (1109 m) hinab führenden Wanderweg. Über diesen Weg erreicht man zwar auch das Wildschloss und Vaduz. Doch diese Wanderung hatte ich für einen späteren Tag vorgesehen. Von Hinterprufatscheng aus nutzte ich bequeme Fahrwege und Straßen durch Rotenboden bis nach Triesenberg (884 m). Ab dort brachte mich wieder der Bus hinauf bis Gaflei (1483 m).
 
Tag 4: Färchaegg ohne Referenz nach oben
 
Fächaegg © map.geo.admin.ch Es war einfach zu warm, selbst in den Bergen. Daher suchte ich mir eine schattige Stelle am Färchaegg. Man erreicht diese Stelle, wenn man ab dem Parkplatz Gaflei (1483 m) in Richtung Alp Bargälla wandert und an der Wegkreuzung Vorder Bargälla (1593 m) nach Gaflei abbiegt. Auf einem breiten Fahrweg erreicht man leicht abwärts gehend die als Färcha bezeichnete freie Fläche. Dort gibt es direkt am Weg auch eine Bank. Doch mich zog es noch etwas den Hang hinauf. Zum einen bietet dieser eine bessere Sicht auf die im Süden Liechtensteins liegenden Berge, was vom Weg aus durch die recht hoch gewachsenen Bäume nicht möglich ist.
 
Blick zu den Bergen im Süden Liechtensteins Zum anderen gibt es dort nahe eines Baumes einen Jagdsitz. In seinem Schatten ließ ich mich nieder und baute die Station auf. Zwar zählte der Funkbetrieb von dort weder für HBFF noch für SOTA und ich konnte keine Referenz als Extrabonus vergeben. Doch Spaß gemacht hat es trotzdem. In 3 Stunden konnte ich hauptsächlich auf 30 m aber auch auf 20 m weitere 20 Stationen erreichen. Für den Rückweg nutze ich denselben Weg. Abkühlung brachten diverse kalte Getränke im Berggasthaus Matu.
 
Tag 5: Aslamagee HBFF-0273 nach oben
 
HBFF-0228 © HBFF/map.geo.admin.ch Nördlich von Malbun befindet sich der Schutzwald Aslamagee HBFF-0273. Als Startpunkt wählte ich die Busstation Malbun Zentrum (1600 m) der Linie 21. Von dort führt ein breiter Fahrweg zur Alp Pradamee. Kurz vor der Alp zweigt auf 1705 m ein Weg nach Westen ab, dem man bis zur zweiten Viehtränke folgt. Etwas oberhalb befindet sich am Hang ein dichter Wald, der Aslamagee. Da es keinen ausgeschilderten Weg hinauf gibt, muss man sich über die Viehweide nach oben bewegen.
 
Stationsaufbau mit Blick zum Stachlerkopf Der Hang des Aslamagee ist steil und nach Norden geneigt. Ich wählte letztendlich eine Stelle, an der keine Kuhfladen mehr vorhanden waren. Das Gebiet war zu steil für die Vierbeiner. Innerhalb von 2½ Stunden konnte ich 46 QSOs erreichen, überwiegend auf 30 und 20 m, aber eines auch auf 40 m. Stationen aus den südlich gelegenen DXCC-Gebieten blieben erwartungsgemäß aus, da der in dieser Richtung liegende Bergrücken deren Signale abschirmte.
 
Für den Rückweg wollte ich eigentlich weiter den Fahrweg nutzen, um auf diesem Weg bis nach Steg zu gelangen. Doch nach der Holzschranke am nächsten Einschnitt wurden die Hänge rechts und links immer steiler. Der Weg endete abrupt und vor dem Weitergehen durch den Wald sah ich ab. Statt dessen nutzte ich denselben Weg bis zurück zur Bushaltestelle.
 
Tag 6: Garsaelli/Zegerberg HBFF-0126 und Hellwangspitz HB0/LI-011 nach oben
 
HBFF-0126 © HBFF/map.geo.admin.ch Oberhalb von Gaflei liegt der für das SOTA-Programm zählende Hellwangspitz HB0/LI-011. Wie auf der HBFF-Webseite angegeben, liegt der Gipfel am Rand aber innerhalb des Waldreservats Garsaelli/Zegerberg HBFF-0126. Vom Parkplatz Gaflei (1483 m) geht es in Serpentinen auf einem breiten Fahrweg an der Alp Bargälla (1662 m) vorbei zum Bargällasattel (1742 m). Überquert man diesen Sattel, sind bereits links der Alpspitz (1996 m) und rechts der Hellwangspitz (2000 m) zu sehen. Zu dem zuletzt genannten Gipfel führt ein gerölliger Wanderweg. Über den Kamin (1937 m) hinunter gelangt man zum Gafleisattel (1856 m), dem oberen Ende des Fürstensteigs, oder weiter zu Gafleispitz (1982 m), Kuegrat (2123 m), Garsellikopf (2105 m) und die Drei Schwestern (2047, 2052, 2034 m).
 
Blick von Hellwangspitz zum Alpspitz Blick von Bargällasattel zum Hellwangspitz Am Kamin führt der Weg hinter dem Stoppschild weiter. Ab hier ist es zwar ein nicht markierter, aber auch so nicht zu verfehlender schmaler Weg. Es führt durch einen dichten Wald mit niedrigen Bergkiefern.
 
Der Hellwangspitz (2000 m) bietet kein imposantes Gipfelkreuz wie der von dort gut zu sehende Alpspitz (1996 m). Doch er besitzt zumindest einen Gipfelstein und ein Gipfelbuch. Auf einer kleine Lichtung nahe des Gipfels baute ich die Station auf. Innerhalb von 2 Stunden konnte ich auf 20 m 31 QSOs erreichen.
 
Für den Rückweg nutzte ich denselben Weg. Zu beachten ist, dass der Hellwangspitz nur zwischen Mitte April und Mitte Dezember zugänglich ist. In der übrigen Zeit liegt er in einer Wildtierruhezone, worauf das Stoppschild am Kamin hinweist. Außerdem sollte man bedenken, dass der Hang nach Süden geneigt ist und die Bergkiefern besonders im Sommer sehr wenig Sonnenschutz bieten.
 
Panorama - Blick vom Hellwangsitz nach Süden
 
Tag 7: Gantenstein HBFF-0121 und Schellenberg/Eschnerberg HB0/LI-012 nach oben
 
HBFF-0121 © HBFF/map.geo.admin.ch Nahe der Ortschaft Schellenberg liegt ein weiterer Gipfel, der für das SOTA-Programm zählt. Es ist der 698 m hohe Eschnerberg HB0/LI-012, der irrtümlich teils auch den Namen Schellenberg trägt. Doch das ist der Name des gesamten Bergplateaus. Auf der Südseite des Plateaus liegt außerdem ein schmaler, dafür aber langer Waldstreifen: der Schutzwald Gantenstein HBFF-0121. Im Bereich um den Gipfel überschneiden sich der für eine SOTA-Aktivierung gültige Bereich mit dem des HBFF-Gebiets. Dieser Gipfel ist immer erreichbar, selbst wenn man schlecht zu Fuß unterwegs ist. Ich fuhr mit dem Bus bis zur Haltestelle Schellenberg/Sägaplatz. Diese Haltestelle kann man von Ruggell/Rathaus (Linie 32), Mauren/Post (Linie 33) und Bendern/Post (Linie 35) aus erreichen. Außerdem gibt es dort einen großen Parkplatz.
 
Blick nach Feldkirch Blick zu den Drei Schwestern Vom Sägaplatz (650 m) aus gibt es einen Weg zur Ruine Oberen Burg Schellenberg (664 m), die auch die Bezeichnung Neue Burg Schellenberg trägt. Es sind zwar nur noch wenige Mauern vorhanden, doch die Aussicht Richtung Österreich lohnt einen kurzen Sprung hinauf.
 
Es gibt noch eine weitere Ruine auf dem Schellenberg-Plateau, aber bisher existierte nur ein Eintrag in der WCA-Liste. Die Ruine Untere Burg Schellenberg (590 m) befindet fast genau im Westen in 900 m Entfernung. Daher wies ich UA1CIO, den WCA-Listen-Manager, per E-Mail auf diesen Umstand hin. Er präzisierte die Liste umgehend und fügte einen neuen Eintrag hinzu. Demnach ist die Ruine, vor der man gerade steht, die neu in der WCA-Liste eingetragene HB0-00005 "Ruine Neu-Schellenberg" (Obere Burg Schellenberg). Das auf der anderen Seite des Plateaus liegende WCA-Objekt ist das bereits in der Liste eingetragene. Der Name wurde präzisiert, um Verwechslungen vorzubeugen. Er lautet jetzt: HB0-00002, "Alt-Schellenberg" (Untere Burg Schellenberg). Danke an Vladimir, UA1CCIO, für die Präzisierung und die Ergänzung der WCA-Liste!
 
Am Fuß der Ruine geht es weiter auf dem Historischen Höhenweg. Der für das HBFF-Gebiet namensgebende Gantenstein (695 m) mit dem Findling liegt ein Stück abseits des Weges. Kurz vor der Grenze nach Österreich erreicht man einen Platz, auf dem sich neben der Informationstafel "Kulturraum Feldkirch" zwei Fernrohre befinden. Die hinter dem Besucher liegende Erhebung ist der Eschnerberg/Schellenberg (698 m).
 
Stationsaufbau am Eschnerberg Der Gipfel ist sehr flach und relativ stark bewaldet. Außerdem besitzt er weder einen Gipfelstein noch ein Gipfelkreuz. Er ist somit weitab davon, spektakulär zu sein, zumal man direkt von der Spitze noch nicht einmal eine gute Aussicht hat. Es wird auch an keiner Stelle auf den Gipfel hingewiesen. Für den Aufbau der Station nutzte ich die am Aussichtspunkt stehende Holzbank. Sie liegt nur etwa 3 m tiefer als der Gipfel und im HBFF-Gebiet. Den Teleskopmast befestigte ich an einem größeren Strauch direkt neben der Bank. Innerhalb von etwas mehr als 3 Stunden konnte ich auf 20, 30 und 40 m insgesamt 51 QSOs erreichen.
 
Tag 8: Säliwald HBFF-0120 nach oben
 
HBFF-0120 © HBFF/map.geo.admin.ch Von Gaflei den Hang abwärts befindet sich der Schutzwald Säliwald HBFF-0120. Schon von der Entfernung zu meiner Unterkunft her war es naheliegend, auch einmal dieses Gebiet zu aktivieren. Ab der Straße zwischen Masescha und Gaflei nutzte ich einen dort beginnenden breiten Fahrweg. Er führt am Startplatz der Gleitflieger vorbei und endet an der nicht zum HBFF-Gebiet gehörende Freifläche "Obmatu" auf 1401 m Höhe, wie an einer der dort stehenden Hütten steht. Auf der anderen Seite der Wiese beginnt am Waldrand ein schmaler Weg, über den man bis zum Aussichtsturm Gaflei gelangt.
 
Stationsaufbau im Säliwald Ich suchte mir eine im Schatten liegende Stelle mit einer Schutzwand. Den Mast befestige ich mit einem Gummiband an dem Gitter, das die Steine der Verbauung festhält. Die Inverted-V spannte ich oberhalb der Verbauung und somit recht nahe am dahinter steil ansteigenden Hang ab. Die Station stellte ich auf die erste Stufe der Schutzwand, die sich in einer angenehmen Höhe befindet. Außerdem bot die relativ breite Stufe Platz für das Papierlog. Innerhalb von 3 Stunden konnte ich auf 40, 30 und 20 m insgesamt 38 QSOs, wobei nur wenige auf 30 m gelangen. Für den Rückweg nutzte ich denselben Weg.
 
Tag 9: Matilaberg HBFF-0222 nach oben
 
HBFF-0222 © HBFF/map.geo.admin.ch Badtobel Nahe der Bushaltestelle Triesen/Säga (470 m) beginnen viele Wanderwege. Von dort kann man zum Beispiel in 2 Stunden den Wangerberg und in 4 Stunden die Lawena erreicht. Mein Ziel lag nicht ganz so weit entfernt. Nach dem Campingplatz Säga nutzte ich einen Fahrweg, der in Serpentinen am Badtobel aufwärts führt. Über eine Steinbrücke kann man das Ufer wechseln. Dann befindet man sich schon im Schutzwald Matilaberg HBFF-0222. Das ist ein Gebiet, auf dem es eine große Wiesen gibt, auf der vereinzelt Bäume stehen. Die Wiese ist von einem dichten Wald umgeben.
 
Ich baute die Station auf den Mauerresten eines Gebäudes auf, die sich nahe des Wegs auf einer Wiese befinden. Doch von dort wurde ich durch Laubbläser vertrieben, mit denen 2 Bauern das langsam trocknende Heu zusammenpusteten. Als ich am Ende auch mit Kopfhörern kaum noch die Anrufe hören konnte, wechselte ich den Standort. Ich ließ mich ein Stück weiter den Hang abwärts unter einem großen Baum nieder. Dort befindet sich sogar eine Bank. Letztendlich vertrieb mich der Lärm auch von dort. Doch vorher konnte ich in 2 Stunden 44 QSOs erreichen, überwiegend auf 40 m, eines auch auf 17 m. Für den Weg zurück nutzte ich denselben Weg.
 
Panorama - Blick von der Wiese am Matilaberg ins Rheintal
 
Tag 10: Säliwald HBFF-0120 nach oben
 
Stationsaufbau an der Schutzwand Antennen des AFVL An diesem Tag nutzte ich noch einmal den quasi vor der Haustür liegenden Schutzwald Säliwald HBFF-0120, wie bereits 2 Tage vorher. Die Station stellte ich wieder auf die unterste Stufe der Schutzwand. Die Antenne baute ich diesmal jedoch auf der anderen Wegseite auf, sodass die Drähte relativ weit vom Hang entfernt waren. Trotzdem konnte ich in 1½ Stunden nur insgesamt 9 QSOs auf 40 und 17 m erreichen. Diesmal nutzte ich für den Rückweg den Weg über die Wiese "Obmatu" (1401 m) und am gegenüberliegenden Waldrand den Weg, der bis zum Aussichtspunkt Gaflei (1455 m) führt. Der dort auf einer Wiese angepflanzte, imposante Antennenwald gehört zur Klubstation des Amateurfunkvereins Liechtenstein (AFVL).
 
Tag 11: Sareis ohne Funken nach oben
 
Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster lag das Ziel der Wanderung fest. Während es an den Tagen vorher eher dunstig war, waren schon jetzt die Berge ringsum zu sehen. Daher fuhr ich mit dem Bus bis Malbun/Jöraboda (1600 m), direkt neben der Talstation des Sessellifts zum Sareis. Ich nutzte die schmale Straße entlang des Malbun-Bachs, die am Ende auf 1730 m Höhe auf den Panoramaweg trifft. Dort führt ein Weg hinauf zur Alp Turna (1812 m). Ab dort kann man den Fahrweg bis zum Sareis (2002 m) nutzen.
 
Fürstin-Gina-Weg (Kammweg) zum Augstenberg rechts Dort gibt es die Möglichkeit, sich im Bergrestaurant Sareis zu stärken. Von der Terrasse bot sich eine wunderbare Aussicht auf die Berge ringsum. Vom Sareis lässt sich über den Fürstin-Gina-Weg entlang des Kamms auch der Augstenberg erreichen. Auf dem Rückweg ging ich wieder an der Alp Turna abwärts. Als ich wieder die Straße am Ortsausgang erreichte, ging ich am Hang gegenüber auf dem Panoramaweg entlang. Dort sah ich mir schon einmal mögliche Aufbaustandorte für die Station am nächsten Tag an. Für den Abstieg von 1758 m Höhe hinab bis Malbun/Jöraboda (1600 m) nutzte ich den relativ steilen Weg am Rand eines Waldstücks.
 
Panorama - Blick in das Malbun-Tal und auf die angrenzenden Berge mit dem Sareis rechts
 
Tag 12: Alta Stofel HBFF-0229 nach oben
 
HBFF-0228 © HBFF/map.geo.admin.ch Südwestlich von Malbun liegt das Sonderwald-Reservat Alta Stofel HBFF-0229. In den Vorjahren bin ich bereits mehrmals durch dieses Gebiet mit eher lockerem Waldbeschand gegangen. Jeder, der durch das Vaduzer Täli zu Pfälzerhütte läuft, kommt durch das südliche Ende. Und auch wer den Panoramaweg um Malbun absolviert, kommt an dieser Stelle ebenfalls vorbei. Ich nutzte den breiten Fahrweg, der ab der Busstation Malbun Zentrum (1600 m) in Richtung Alp Pradamee führt. Kurz vor der Alp zweigt auf 1705 m ein Weg Richtung Pfälzerhütte ab. Diesen Weg nutzend gelangt man durch den schon genannten Zipfel des Sonderwalds. Alternativ lässt sich der steilere, in Serpentinen den Hang hinauf führende Weg direkt ab Malbun nutzen. Er führt teilweise auch durch den Alta Stoffel, siehe Karte rechts.
 
Stationsaufbau mit Blick zu Sareis und Ochsenkopf Dort steht seit ein paar Jahren eine Schaukel. Auf der schon immer daneben stehenden Bank baute ich die Station auf. Den Antennenmast befestigte an einem der niedrigen Sträucher. Den einen Antennenast spannte ich über den Fahrweg, den anderen zu einem Strauch hinter der Schaukel. Mehr als 2 Stunden hielt ich bei dem eher durchwachsenen Wetter nicht an einer Stelle sitzend aus. Doch innerhalb dieser Zeit gelangen 32 QSOs hauptsächlich 20 m, einige auch auf 40 und 30 m. Für den Rückweg nutzte ich denselben Weg.
 
Tag 13: Stachler Wald HBFF-0122 nach oben
 
HBFF-0122 © HBFF/map.geo.admin.ch Am südlichen Hang des Stachlerkopfs (2071 m) befindet sich der Schutzwald Stachler Wald HBFF-0122. Lediglich eine große freie Fläche ist davon ausgenommen. Es gibt 2 Wanderwege durch den Wald, einen im oberen Bereich und einen weiter unten. Für den kürzeren, unteren Weg bietet sich die Bushaltestelle Malbun/Bergbahnen als Startpunkt an. Nach der Brücke über die Straße führt der Weg in einem weiten Bogen am Hand aufwärts. In einer Höhe von 1677 m zweigt ein schmaler Weg zum Sass Stall (1643 m) ab. Wenn man den Wald erreicht hat, befindet man sich schon im Stachler Wald.
 
Blick zu den Drei Kapuzinern linlks und dem Schönberg rechts Ich nutzte den längeren, zweiten Weg. Er führte mich in ein höher gelegenes Gebiet, in dem die umliegenden Gipfel nicht mehr so stark abschirmend wirken. Ich startete die Tour an der Bushaltestelle Malbun/Zentrum (1600 m). Dort beginnt ein Familienwanderweg, über den man bis zu der Sassförkle (1785 m) genannten Weggabelung gelangt. Am Wegweiser ist der Schönberg ausgeschildert. Hat man den Talkessel erreicht, in dem auch die Alp Guschg liegt, bietet sich normalerweise eine gute Sicht auf den Stachlerkopf, die Drei Kapuziner und den Schönberg. Doch die Wolken hingen an diesem Tag so tief, dass sie teilweise verborgen blieben.
 
Stationsaufbau im Stachler Wald Dem nahezu ebenen Weg am oberen Rand des Talkessels folgend gelangt man bis zu einer weiteren Weggabelung. An dieser Stelle nutzte ich den Weg, der zwischen der markanten Felsnadel Kelchle (1913 m) und einem daneben liegenden Gipfel (1931 m) liegt. Ein Hinweisschild informiert darüber, dieses Gebiet in der Zeit vom 15. Dezember bis 15. April nicht zu betreten. Grund: Der gesamte Stachler Wald liegt in dieser Winterruhezone, die sich bis zum Guschgerbach nahe Sass Stall erstreckt. Im Oberen Teil des Stachler Walds gibt es eine eher locker mit Bäumen bestandenen Bereich. Dort baute ich die Station auf. Als willkommenen Halterung für den Mast nutzte ich den Pfahl des Hinweisschilds. Die Antenne ließ sich in den Ästen benachbarter Bäume abspannen. Die die Sonne brach die gesamte Zeit nicht durch und zeitweise tröpfelte es auch etwas. Innerhalb von 2½ Stunden konnte ich 39 QSOs vornehmlich auf 30 m, aber auch einige auf 20 m und eines auf 40 m. Für den Rückweg nutzte ich denselben Weg.
 
Tag 14: Schlosswald HBFF-0123 und Schloss Vaduz WCA HB0-00003 nach oben
 
HBFF-0123 © HBFF/map.geo.admin.ch Von Hinterprufatscheng bis zum Schloss Vaduz erstreckt sich das Waldreservat Schlosswald HBFF-0123. Er lässt sich über relativ kurze Weg von Vaduz aus erreichen aber auch mit einer etwas längeren Wanderung verbinden. Laut dem auf der gerade genannten HBFF-Seite zum Protected Planet vorhandenen Link, zählt zum Schlosswald auch das Gebiet entlang der Bergstraße, die oberhalb des Schlosses Vaduz in Richtung Triesenberg führt.
 
Wildschloss Vaduz Ich startete am Parkplatz Gaflei (1483 m). Der erste Teil bis oberhalb von Hinterprufatscheng entsprach der Wanderung am Tag 3. Doch anstelle in Hinterprufatscheng (1109 m) nach Triesenberg zu laufen, nutzte ich den schmalen Wanderweg bis zum Wildschloss Vaduz (832 m). Letzteres ist auch als Burgruine Schalun bekannte und in der WCA-Liste unter HB0-00004 "Wildschloss (or Schalun) Castle and Towers Ruins" eingetragen.
 
Station auf der Lichtung im Schlosswald Am Wildschloss endet ein breiter Fahrweg. Folgt man ihm, landet man in Vaduz. Ich verließ diesen Fahrweg an der ersten scharfen Kurve und ging auf dem dort teilweise zugewachsenen Weg weiter durch den Schlosswald. Zumindest im unteren Bereich des Schlosswalds gibt es überwiegend alte und somit große Buchen. Bereits vor Jahren entstand durch Windbruch eine Lichtung. Da die dort noch vereinzelt stehenden Bäume Licht durchließen, nutzte ich diese Stelle für den Aufbau der Station. Ein großer Baumstumpf diente zur Befestigung des Antennenmastes. Einen auf der anderen Wegseite liegenden, halben Baumstamm nutzte ich willkommene Sitzgelegenheit. Innerhalb von 3¼ Stunden konnte ich insgesamt 52 QSOs auf 40, 30 und 20 m erreichen. Da die gewählte Stelle weniger als 500 m von HB0-00003 "Vaduz Castle" entfernt lag, zählen die erreichten QSOs auch für das WCA-Programm.
 
Schloss Vaduz Schloss Vaduz Das Schloss Vaduz war vom gewählten Funkstandort durch den dichten Buchenwald nur zu erahnen. Wesentlich besser war es zu sehen, nachdem ich den restlichen Weg durch den Waldweg absolviert hatte. Die auf Postkarten zu sehende Ansicht des Schlosses, siehe rechtes Foto, hat man, wenn man bis zum Zentrum von Vaduz die Straßen ab Letzi nutzt. Letzi ist auf den Wegweisern am Schloss ausgeschildert. Man kann es somit nicht verfehlen.
 
Tag 15: Färchaegg ohne Referenz nach oben
 
Eigentlich wollte ich noch einmal einen schönen Tag am sonnigen Hang des Färchaeggs erleben und "nebenbei" noch ein paar neue Funkstationen erreichen, wie bereits am Tag 4. Doch nachdem ich in ½ Stunde erst 2 QSOs auf 40 m erreicht hatte, rückte das bereits im Kopfhörer hörbare Gewitter zu nahe. Daher baute ich schnell die auf der dort stehenden Bank aufgebaute Station wieder ab und begab mich schnellstmöglich wieder zum Haus. Vor dort konnte ich beim Regen nach dem Gewitter und mit der größeren Doublet-Antenne nochmals in 2¼ Stunden hauptsächlich auf 40 m und je 2 QSOs auf 20 und 30 m insgesamt 22 QSOs erreichen. Eine kurze Unterbrechung war das Abendessen im Berggasthaus Matu.
 
Panorama - Blick von Färchaegg ins Rheintal
 
Tag 16: Moggawald/Schwarzwald HBFF-0228 nach oben
 
HBFF-0228 © HBFF/map.geo.admin.ch Vor dem Ende meines Urlaubs wanderte ich noch einmal in den Schutzwald Moggawald/Schwarzwald HBFF-0228. Ich startete wieder am Parkplatz Gaflei (1483 m). Über die Wiese unterhalb des Aussichtsichtsturm erreichte ich relativ schnell die bereits von Tag 3 bekannte Wegkehre. Doch entgegen der vorherigen Aktivität wählte ich diesmal eine Stelle weiter den Hand aufwärts. Von dort aus konnte ich zwischen den einzeln stehenden Bäumen die Felswand mit dem Fürstensteig sehen.
 
Stationaufbau im Moggawald Die Antenne befestigte ich an einem kurzen Baumstumpf. Trotzdem kippte der Mast nicht um, da kaum Wind wehte. Die Station stellte ich auf einen nicht weit davon entfernten anderen Stumpf. Da es einen laufenden Wechsel zwischen leichten Regenschauern und vollem Sonnenschein gab, wechselte ich anfangs ständig die Kleidung. Irgendwann war mir dies leid. Ab dann diente mir das Regencape auch als Sonnenschutz. Innerhalb von 2½ Stunden konnte ich insgesamt 12 QSOs auf 40, 30, 20 m erreichen. Diesmal wanderte ich auf dem Rückweg nicht weiter, sondern steuerte direkt zuerst das Berggasthaus Matu und später die Unterkunft an.
 
Tag 17: Stationsabbau und Abreise nach oben
 
Am frühen Morgen baute ich noch die um das Haus herum gespannte Doublet-Antenne ab. Für den Start der Rückreise wählte ich wieder die grünen Busse von LIEmobil, die mich bis Feldkirch brachten. Ab dort nutzte ich erst Regionalzüge und später den ICE bis Berlin, wo ich am späten Abend ankam.
 
Vorbereitung nach oben
 
App Swiss Topo Landkarte © map.geo.admin.ch Jede Wander- und Funkaktivität erfordert eine gewissen Vorbereitung, wobei dies für Tagesausflüge erwartungsgemäß eher klein ausfällt. Gutes Kartenmaterial steht bei Swiss Topo zur Verfügung, auch wenn Liechtenstein dort nur am Rand aufgeführt ist. Meiner Erfahrung nach sind Wege, die auf dieser Webseite nicht eingezeichnet sind, auch nicht vorhanden, egal was andere Seiten angeben. Während die Webseite nur online erreichbar ist, ermöglicht die App "swisstopo" auch, sich offline zu orientieren. Letzteres ist besonders dann sinnvoll, wenn man kein Netz erreicht. Erfahrungsgemäß hat man auf Bergkämmen und Gipfeln noch guten Empfang, doch in gar nicht so tiefen Tälern kann es passieren, dass man im Funkloch sitzt.
 
SRF Meteo Zu einer guten Vorbereitung gehört selbstverständlich auch, sich über das zu erwartende Wetter zu informieren. Einen guten Anhaltspunkt können die von SRF/Meteo erstellten Wettervorhersagen bieten. Es lassen sich unter anderem Balzers (474 m), Gafadura Hütte (1460 m), Gaflei (1483 m), Malbun (1599 m), Planken (786 m), Sareis (2003 m) Schellenberg (626 m), Steg (1303 m), Triesenberg (884 m) und Vaduz (455 m) auswählen. Außerdem gibt es stündlich unterteile Vorhersagen.
 
SOTA, HBFF und WCA nach oben
 
Sowohl von SOTA-Gipfeln als auch aus HBFF-Gebieten oder in der Nähe eines WCA-Objekts aktiv zu werden, ist einfach, denn eine Mindest-QSO-Zahl gibt es nicht. Ob man nun lediglich 1 QSO erreicht oder 100 QSOs erzielt, ist für den zu Hause sitzenden Jäger egal. Man muss lediglich das Log in die jeweilige Datenbank laden. Es gibt jeweils bestimmte Aktivitätszentren. Deren Nutzung ist nicht verbindend. Doch wenn man in ihrer Nähe aktiv ist, finden einen die Jäger schneller.
 
Außerdem ist es ratsam, die eigene Aktivität rechtzeitig vorher auf dem jeweiligen Portal anzukündigen. Dadurch wissen die Jäger, dass jemand da oder dort sein wird, was die Anzahl der Anrufe beträchtlich erhöht. Bei einem HBFF-Gebiet kann dies auf der WWFF-Webseite erfolgen.
 
Logo Summits on the Air Einen für das SOTA-Programm gültigen Gipfel als Aktivierer anerkannt zu bekommen, ist gegenüber den Anforderungen für HBFF relativ einfach. Man darf sich bis 25 m unterhalb des Gipfels aufhalten und muss nur 4 QSOs erreichen. In Liechtenstein gibt es 9 für das SOTA-Programm gültige Gipfel mit Höhen zwischen 698 m und 2599 m.

SOTA-/QRP-Aktivitätszentren
CW: 1836, 3560, 7030, 10106/16, 14060, 18096, 21060, 24906/10, 28060 kHz
SSB: 3690, 7090, 10140, 14285, 18130, 21285, 24950, 28360 kHz


Logo HBFF Etwas komplizierter sind die Regeln, um ein HBFF-Gebiet als Aktivierer für das nationale HBFF-Diplom anerkannt zu bekommen. Zum einen sind derzeit 51 QSOs (sonst 100 QSOs) erforderlich. Nur wenn man gleichzeitig auf einem für SOTA gültigen Gipfel aktiv ist, verringert sich die erforderliche QSO-Anzahl auf 44. Quasi als Beweis für die Aktivierung muss man zusammen mit dem Logbuch im ADIF-Format den Stationsaufbau samt Umgebung im Foto festhalten. Und man sollte sich die GPS-Koordinaten notieren. Zudem muss man mindestens 2 Stunden "on air" sein und darf nur 2 HBFF-Gebiete an einem Tag aktivieren. Wenn man die notwendige QSO-Zahl nicht erreicht, darf man die Aktivität innerhalb von 30 Tagen fortsetzen, jedoch zwischendurch kein anderes Gebiet aktivieren. Derzeit gibt es in Liechtenstein 36 für das HBFF-Programm gültige WWFF-Gebiete. Die Karte der Swiss Topo wird übrigens auch auf der HBFF-Webseite genutzt. Bei HBFF-Gebieten, die dort nicht als Umriss dargestellt werden, kann man sich über einen jeweils im linken Bereich angegebenen Link den Umriss auf Protected Planet darstellen lassen.

WWFF-Aktivitätszentren
CW: 3544, 7024, 10124, 14044, 18084, 21044, 24894, 28044 kHz
SSB: 3744, 7144, 14244, 18144, 21244, 24944, 28444 kHz


Logo WCA Es ist relativ einfach, ein für das WCA-Programm gültige Schloss zu aktivieren. Man muss sich lediglich im Umkreis von 1 km um das Schloss befinden. Es ist sogar möglich, mehr als ein Schloss gleichzeitig zu aktivieren, wenn sich diese jeweils maximal 1 km vom Standort entfernt befinden. Um als Aktivierer anerkannt zu werden, sind mindestens 50 QSOs erforderlich. Das WCA-Kommitee kann Fotos oder Videos als Beweis anfordern, wenn etwas unklar ist. Seit dem 13. August 2022 gibt es in Liechtenstein 5 statt 4 für das WCA-Programm gültige Objekte.

WCA-Aktivitätszentren
CW: 3531, 7031, 10121, 14031, 18081, 21031, 24911, 28031 kHz
SSB: 3731, 7131, 14251, 18131, 21251, 24951, 28551 kHz


Station und Statistik nach oben
 
Als Funkstation nutzte ich stets einen Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung und eingebautem Antennentuner. Zur Stromversorgung diente ein LiFePo4-Akku mit 13,2 V/3 Ah, die ausreichend viele Stunden Funkbetrieb ermöglichte. Unterwegs nutzte ich eine als Inverted-V gespannte Double-Antenne. Die Bauanleitung ist hier zu finden. Außerdem nutzte ich unterwegs einen 6 m langen GFK-Teleskopmast. "Zu Hause" kam eine Double-Antenne mit 2 × 24,5 m und 8 m langer Zuleitung zum Einsatz.
 
Band-Statistik DXCC-Statistik Insgesamt konnte ich 454 QSOs auf 40, 30, 20 und 17 m erreichen. Dabei gelangen mir Verbindungen in 32 DXCC-Gebiete: 9A, CT, DL, EA, EA8, EA9, EI, F, G, GI, GM, HA, HB, I, IS0, LY, LZ, OE, OH, OK, OM, ON, OZ, PA, RAeu, S5, SM, SP, UR, W, YO, YU. Die Stationen auf der anderen Seite des großen Teiches lagen alle an der Ostküste. Außerdem war es mir möglich, 9 HBFF-Gebiete und 2 für das SOTA-Programm zählende Gipfel zu erreichen.
 
Dankeschön nach oben
 
Ein besonders großes Dankeschön geht an meine Freunde in Liechtenstein, die mich sehr herzlich quasi als Familienmitglied in ihrem Haus aufnahmen.
 
Zusätzlich möchte ich mich auf diesem Weg bei Monika und Werner Schädler, den Betreibern des Berggasthauses Matu, für den excellenten Service und die gute Bewirtung danken. Selbst meine Extrawünsche wurden jederzeit erfüllt.
 
HB0/DK3RED/P Außerdem danke ich allen Anrufern, die meine bestimmt manchmal recht leisen Signale beantwortet haben. All jene, die ich in den zeitweise entstehenden kleinen Pile-ups nicht aufnehmen konnte, hoffe ich bei nächster Gelegenheit aufnehmen zu können.
 
Alle QSOs sind im HB0-Logbuch und in den Datenbanken von SOTA, WWFF und WCA eingefügt. Eine neue QSL-Karte wurden bereits beim QSL-Shop in Auftrag gegeben. Wenn die Karten aus der Druckerei eingetroffen sind, werde ich sie schnellstmöglich ausfüllen und über das Büro versenden.
 
73/72 de Ingo, DK3RED − Nicht vergessen: Der Spaß ist die Energie! nach oben