Zurück auf Start Aktivierung der Alpen auf den Lowbands (2)

19.12.2019 - 4.1.2020
 
Am Ende des Jahres wurde ich wieder als HB0/DK3RED/P aus dem Fürstentum Liechtenstein aktiv. Doch während der beiden Wochen habe ich nicht nur an der Funkstation gesessen, denn der Hauptzweck der Reise war die Erholung. Und dazu zählt bei mir vor allem die Bewegung an frischer Luft in einer schönen Landschaft. Bevor ich mich dem Amateurfunk widme, möchte ich Ihnen Wanderungen ans Herz legen. Diese Strecken kann jeder Tourist bewältigen - auch im Winter.
 
Wanderung 1: Sücka, Silum, Gaflei und zurück
 
Blick vom Silumer Kulm auf Langspitz, Galinakopf und Schönberg (v.l.n.r.) Diese Wanderung beginnt am alten Tunnel etwas oberhalb des Berggasthauses Sücka. Dort nimmt man den Weg auf der Saminatalseite bis zum Aussichtspunkt Silumer Kulm (1540 m). In Silum (1469 m) ist oberhalb des Gasthauses Silum ein Weg Richtung Bargella und Fürstensteig aus­ge­schildert. Am letzten Haus mit dem Namen "Leopolds Ruh" gibt es eine Weggabelung. Nutzen Sie hier den steileren Weg - es wird sich lohnen.
Panorama vom Färchaeck ins Rheintal
Das Färchaeck ist eine freie, hervorstehende Stelle am Hang. Dort bietet sich eine grandiose Aussicht auf das Rheintal, die Bergkette im Süden Lichtensteins und die Berge der Schweiz. Bergkette im Süden Lichtensteins Vom Färchaeck gelangt man nach et­was mehr als einem Kilometer und an der Wegkreuzung zur Bargella (1597 m) vorbei zum Parkplatz Gaflei (1483 m). Der Rückweg beginnt bereits 100 m davor. Er führt ein Stück oberhalb des Berggasthauses Matu weiter bis Silum. Von dort geht man durch den Wald am Hang auf der Rhein­tal­seite entlang bis zur anderen Seite des alten Tunnels und letztendlich zum Berggasthaus zurück. Für die gesamte Strecke sind etwa 2,5 Stun­den zu veranschlagen. Wer nicht so weit/lange gehen möchte, kann den Rück­weg auch schon in Silum antreten. Dadurch verkürzt sich die Zeit auf etwa eine Stun­de.
 
Wanderung 2: Sücka, Dürraboda, Schmemmiwald und zurück nach oben
 
Blick zum Augstenberg (li.) und zum Nospitz (re.) Diese Wanderung beginnt ebenfalls am alten Tunnel etwas oberhalb des Berggasthauses Sücka. Dort biegt scharf links ein Weg in Richtung Rappastein ab, der zum Gratweg auf dem Hauptkamm der Liechtensteiner Alpen ab. Teils im Wald geht es auf dem Gratweg entlang, bis man auf 1591 m eine nahezu freien Weide unterhalb erreicht. Das ist der Dürraboda, also dürrer oder karger Boden.
Blick ins Rheintal mit Nebel und Richtung Sareis Man könnte von dort auch den Wanderweg weiter am Grat über Chrüppel und Heubüal zum Rappastein folgen. Blick zum Ochsenkopf Für diese Wanderung hier geht es auf der gegenüber­lie­gen­den Wald­sei­te etwa 100 m hang­ab­wärts einen breiten Waldweg entlang. Wenn man ihm folgt, gelangt man durch den Schwemmiwald bis zu einer Abzweigung auf 1517 m, an der man scharf links abbiegt und so auf kurzem Weg wie­der zum Berggasthaus gelangt. Für die gesamte Runde sollte man 1,5 Stunden ein­pla­nen.
 
Amateurfunk nach oben
 
Doch zurück zu meiner Funkaktivität in Liechtenstein. Als Station nutze ich einen Elecraft KX3 mit 5 W Ausgangsleistung und eine 170 m lange, außerhalb der Mitte gespeiste Doublet-Antenne. Wie im Vorjahr hatte ich das Berggasthaus Sücka als Standort gewählt, das sich auf 1402 m Höhe genau hier befindet.
 
QSL-Karte HB0/DK3RED/P Im Urlaubsstil konnte ich nach CQ-Rufen diesmal 276 Stationen in ganz Europa erreichen. Auch 3 DX-Stationen (RAas, UN, VE) waren darunter. 108 QSOs (≈ 40 %) ge­lan­gen zu deutschen Stationen, zu den anderen DXCC-Ge­bie­ten zwischen 1 QSO und 14 QSOs. Das waren insgesamt 79 Bandpunkte. Etwa die Hälfte der QSOs wurden auf 80 m erreicht, ¹/₄ auf 40 m, ¹/₆ auf 160 m und ¹/₁₂ zusammen auf 20 und 30 m.
 
Ich danke allen, die meine leisen Signale aufnehmen konnten und beantwortet haben. Das HB0-Logbuch wurde nach dem Ende der Aktivität aktualisiert. Alle QSL-Karten sind seit dem 16.1.2020 über das DARC-Büro an die QSO-Partner unterwegs.
 
73/72 de Ingo, DK3RED − Nicht vergessen: Der Spaß ist die Energie! nach oben