SOTA und QRP im Schwarzwald

28. bis 30. September 2018
 
SOTA-Logo Vor und nach dem Schwarzwaldtreffen in Schluchsee im Schwarzwald bot sich wieder die Gelegenheit, im Rahmen des SOTA-Programms von einem Gipfel aktiv zu werden.
 
Vorbereitung
 
Auf dem SOTA mapping project lässt sich ermitteln, welche Gipfel im Umkreis um einen Ort liegen. Die Gipfel werden auf einer Karte markiert und daneben aufgelistet. Schon zu Hause hatte ich für jeden der beiden zur Verfügung stehenden Tage jeweils einen Gipfel aus dieser Liste ins Auge gefasst.
 
Wanderkarte Schluchsee Für die grobe Vorbereitung der Aktivierungen reichte mir die auf SOTAmaps verfügbare elektronische Landkarte. Doch für die Wanderungen hatte ich mir bereits in den Vorjahren im Supermarkt im Zentrum von Schluchsee eine Karte gekauft. Die Wanderkarte Schluchsee gibt ein 23,6 × 16,8 km großes Gebiet um den Schluchsee detailliert im Maßstab 1:25000 wieder, Die Karte ist auch online über die Hochschwarzwald Tourismus GmbH für jeweils 5 € und in vielen Informationszentren vor Ort erhältlich. Sie ist wasser- und reißfest, sodass sie auch einen leichten Nieselregen übersteht.
 
Die weitere Vorbereitung betraf wie immer auch Überlegungen, möglichst dicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Gipfel zu kommen. Aus der Karte lässt sich entnehmen, wo sich Haltestellen befinden. Die Deutsche Bahn bietet die Möglichkeit, neben Zug- auch Busverbindungen zu suchen. Auf den oben genannten Wanderkarten sind die Positionen der Haltestellen vermerkt. Bezeichnungen in deren Nähe geben Aufschluss darüber, welche Namen die Haltestellen tragen könnten. Mit diesen Informationen lassen sich dann auf der Webseite der Deutschen Bahn die genauen Haltestellennamen und somit auch die möglichen Verkehrsverbindungen finden.
 
Hochschwarzwald-Karte Als Dank für die Buchung im Hotel Jägerhof erhielt ich wieder eine Hochschwarzwald-Karte (Konus-Karte). Die Karte wird ab zwei Übernachtungen von über 370 Gastgebern verteilt. Mit ihr lassen sich unter anderem alle Busse und Bahnen im Schwarzwald kostenlos nutzen.
 
Tag 1: Hochfirst
 
Blick vom Hochfirst auf den See und den Ort namens Titisee Für die SOTA-Aktivierungen am ersten Tag wählte ich den Hochfirst (SOTA DM/BW-015) in 1190 m Höhe. Obwohl ich erst gegen mittag in Schluchsee ankam, nahm ich diesen Gipfel noch in Angriff. Er liegt Luftlinie nur 9,4 km von Schluchsee entfernt. Als Startpunkt für die Wanderung wählte ich den Gasthof "Saig Ochsen" auf 987 m. Bis dorthin fährt ein Bus von Schluchsee.
Blick zurück auf die Schneise am Hochfirst Von der Bushaltestelle sind es nur 2 km bis zum Gipfel. Nach 0,6 km geht es am "Waidhaus Saig" auf 1030 m vorbei in den Wald. Vom "Luchs" auf 1156 m sind es noch 0,1 km bis zum Gipfel mit 1190 m. Für den Antennenaufbau nutzte ich den Rand der freien Fläche Richtung Titisee, die während meines Aufenthalts mehrere Gleitschirmflieger als Startpunkt nutzten.
Zwar rief ich auch auf höheren Bändern CQ, doch Antworten erhielt ich nur auf 40 m. Relativ schnell waren 8 QSOs im Logbuch. Für den Rückweg wählte ich Forstwege bis zum Bahnhof Titisee und von dort den Bus zurück nach Schluchsee.
 
Tag 2: Schwarzwaldtreffen
 
Der zweite Tag war dem QRP-Treffen in Schluchsee im Schwarzwald vorbehalten.
 
Tag 3: Blößling
 
Panorama − Blick vom Blößling
 
Für den dritten Tag wählte ich den Blößling (SOTA DM/BW-640) in 1310 m Höhe. Er liegt in Luftlinie 13,2 km von Schluchsee entfernt. Als Startpunkt wählte ich das "Kurhaus Benau-Innerlehn" auf 920 m. Da ich so früh wie möglich auf dem Gipfel sein wollte, wählte ich mit dem Bus den etwas längeren Weg über Menzenschwand. Vom Kurhaus nutzte ich den dort mit 3,5 km ausgeschildeten Weg am Hang des Spitzkopfs hinauf. Am Wegpunkt "Bödemle" auf 1045 m waren es noch 2 km. Weiter ging es über "Oberes Himmelreich" auf 1170 m bis zum "Blößlingsattel" auf 1230 m. Von dort sind es nur noch 0,6 km auf einem anfangs steilen Weg zum Blößling mit 1310 m.
Station auf dem Blößling Der Gipfel bietet freie Sicht hinunter Richtung Bernau und zum Feldberg. Es gibt eine Schutzhütte dort oben, doch ich wählte eine der Holzbänke zum Aufbau der Station. Auch hier rief ich zuerst auf den höheren Bändern CQ. Doch außer einem QSO auf 20 m war kein Partner erreichbar, bevor ich für weitere 8 QSOs auf 40 m wechselte.
Für den Rückweg nutzte ich den mit 4,9 km längeren Weg über das "Präger Eck" auf 1095 m, "Flüssen" auf 1060 m und "Grabenwald" auf 980 m bis zum Kurhaus. Von dort ging es via St. Blasien zurück nach Schluchsee.
 
Erfahrungen
 
Mit im Gepäck hatte ich meinen Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung, einen 6 m langen Teleskopmast, 13-m-Dipol mit Zweidrahtleitung (Hille-Dipol), Morsetaste und einen Akkumulator. Zum Loggen auf den Bergen nutzte ich ein kleines Notizbuch samt Bleistift. Das Wetter spielte wunderbar mit, sodass die Regenjacke im Rucksack bleiben konnte. Abends wieder im Hotel angekommen habe ich die jeweils am Tag erreichten QSOs auf der SOTA-Webseite eingetragen. Obwohl das Versenden von QSL-Karten für das SOTA-Programm nicht erforderlich ist, habe ich Karten über das QSL-Büro geschickt.
Ich danke auf diesem Weg allen, die meine leisen Signale aufnehmen konnten. Besonders gefreut haben mich die Verbindungen von Gipfel zu Gipfel.
 
73/72 de Ingo, DK3RED − Nicht vergessen: Der Spaß ist die Energie!