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Hier finden Sie meine aktuellen Nachrichten und Informationen, die den Amateurfunk betreffen, sowie im Archiv die seit 2004 veröffentlichten Texte. Zusätzlich sind alle neu erstellten oder kürzlich geänderten Seiten im Inhaltsverzeichnis gekennzeichnet.
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Freiluftaktivitäten im Jahr 2026
7.3. - 12.7.2026
 
DLFF-Logo Frühjahr, Sommer und Herbst sind angenehme Zeiten, um längere Zeit im Freien zu Funken. Ziele waren diverse DLFF-Gebiete in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Jede Aktivierung kündigte ich mindestens 12 Stunden vorher auf der Agenda der WWFF an. Die Screenshots der Landkarten mit dem jeweils nachträglich angebrachten Standort stammen vom BfN. Die Screenshots der Strecken habe ich mit der App "OsmAnd" erstellt.
 
Dieser Bericht wird nach jeder Aktivierung fortgesetzt. Hier geht es zur neuesten.
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Bergen-Weißacker Moor DLFF-1273
 
Bergen-Weißacker Moor © BfN 7.3.2026: Es war das erste Wochenende mit Frühlingswetter, obwohl laut Kalender noch gar nicht Frühling war. Nach einer Nacht mit Bodenfrost sollte die Temperatur auf 18 °C steigen. Da laut Vorhersage der Himmel wolkenlosen bleiben und kaum Wind wehen sollte, hielt es mich nicht zu Hause.
 
Ziel war das bisher scheinbar nicht aktivierte Bergen-Weißacker Moor DLFF-1273. Dieses 116 Hektar große Naturschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet liegt im Naturpark Niederlausitzer Landrücken (DLFF-0092). Es ist laut Naturpark "eines der wenigen erhaltenen Moore der Region. Es setzt sich zusammen aus Wasserflächen früher genutzter Torfstiche, morastigen Schlenken, Schwingrasen und Birken-Kiefern-Bruchwald. ... Allerdings blieb auch das Bergen-Weißacker Moor von den Auswirkungen der Grundwasserabsenkung durch den Braunkohlentagebau nicht verschont. Durch Rückleitung des abgepumpten Wassers wurde der Moorkörper vor dem Austrocknen bewahrt, allerdings beeinträchtigte das extrem saure und eisenhaltige Wasser viele empfindliche Pflanzenarten." Das Moor ist außerdem das Quellgebiet der Bersten, der die nordwestliche Grenze des Gebiet bildet. Die Bersten ist ein 37 km langer Nebenfluss der Spree.
 
Strecke ins DLFF-1273 Als Startpunkt für die Fahrradtor wählte ich den Bahnhof Walddrehna. Zu beachten ist, dass man ihn nur im 2-Stunden-Takt mit der RE8 erreicht. Vom Bahnhof fuhr ich auf der Hauptstraße durch den Ort und dann bis Weißack auf der sehr wenig befahrenen Landstraße L561. Achtung: Kurz vor der Papiermühle fällt die Straße um 35 m ab, sodass man unten an der dort vorhandenen S-Kurve mit gehörigem Schwung ankommt. Nach Querung der Bundesstraße B96 fuhr ich durch den Ort Weißack. Orangefarbene Fläche im Moor, auf der alles abgestorben ist Am Ortsausgang macht die Dorfstraße einen Knick. Ab dort erreichte ich auf nahezu geradlinigen Forstwegen den Rand des Naturschutzgebiets. Auch wenn ich kein Hinweisschild sah, ließ sich das Areal deutlich am wechselnden Baumbestand erkennen. Auf dem schmalen Weg im NSG nordwärts erblickte ich auch eine freie Fläche, die mit ihrem orangefarbenen Boden deutlich hervortrat. Wahrscheinlich ist dies eine dieser sauren und eisenhaltigen Flächen, die durch das Rückpumpen von Wasser entstand.
 
Panorama - Blick über den Moorteich
 
Als ich am Ende an einer großen Wiese ankam, bog ich nach Westen ab und schob das Fahrrad auf einem Trampelpfad am trockenen Graben entlang bis zum Nordufer des Moorteichs. Dort baute ich zwischen diversen Birken die Station auf. Den Mast band ich an einer Birke fest, die Abspannungen der Drähte an zwei anderen. Auf einer nur 20 cm über dem Teich liegenden, aber trockenen Stelle machte ich es mir mit der Station bequem. Zwischenzeitlich kam ein Wanderpaar vorbei, er mit großer Fotoausrüstung, die mir erzählten, dass es am Teich auch Nutria gibt.
 
Station in DLFF-1273 Die Bedingungen waren nach dem G1-Sturm in der Nacht nicht besonders gut. Jedoch erreichte ich in 3 Stunden bequem in der Sonne sitzend auf 40, 30 und 20 m insgesamt 41 Funkverbindungen, eigentlich 43. "Eigentlich" deshalb, weil ich 2 QSOs nicht bestätigen werde. Der Grund ist das Verhalten eines Funkamateurs, möglichst sicher ins Logbuch zu kommen und deshalb zur Sicherheit ein 2. QSO zu führen. Solch eine Vorgehensweise lehne ich strikt ab, da sie egoistisch ist und oft auf Kosten leiser Stationen geht.
 
Wie ich gegen Doppel-QSOs vorgehen werde, hatte ich vor der Aktivierung auf der Agenda der WWFF-Webseite angekündigt: "Stationen mit Doppel-QSOs (gleiches Band, gleiche Sendeart) werden überhaupt nicht bestätigt." Doppel-QSOs Trotz der Warnung entdeckte ich zu Hause eine Station, die sich zweimal in das Papierlog eingeschlichen hatte. Als Konsequenz sind beide QSOs der betreffenden Station nicht im Logbuchauszug enthalten, den ich an das DLFF geschickt habe. Außerdem werde ich für beiden QSOs keine QSL-Karten versenden. Ich werde dieses Vorgehen gegen Doppel-QSOs auch in dieser Saison vor jeder Aktivierung ankündigen und auch durchziehen, selbst wenn mir dann die eine oder andere Verbindung nicht angerechnet wird.
 
Männchen des Birkenspinners bei Aufpumpen der Flügel Zwischen 2 CQ-Rufen bemerkte ich eine Bewegung am Stamm einer direkt am Wasser stehenden Birke. Was ich dort beim Näherkommen sah, war erstaunlich. Ein Nachtfalter mit einem etwa 2½ cm langen Körper erwehrte sich dem Angriff einer Waldameise. Nachdem ich beide getrennt hatte, setzte ich den Falter an einen von Ameisen freien Baum. Männchen des Birkenspinners Dort pumpte er in der Sonne hängend in den nächsten 30 Minuten seine Flügel zur vollen Größe auf. Danach war er anhand der kräftigen Färbung seiner Flügel gut als männlicher Birkenspinner erkennbar. Während die männlichen Falter laut Wikipedia auch am Tag fliegen, sind die weiblichen Falter nur nachts aktiv und besitzen blasser gefärbte Flügel. Da beide jedoch keine Nahrung aufnehmen können, leben sie nur kurz, um sich fortzupflanzen. Die Raupen des Birkenspinners ernähren sich hauptsächlich von den Blättern von Birken, von denen es in der Umgebung genügend gab. Sie verpuppen sich in einem Kokon, der entweder am Boden oder in der Vegetation gesponnen wird. Aus diesem Grund hatte ich den Falter wohl auch so tief am Baum gesehen, denn die Birkenspinner "treffen" sich normalerweise in den oberen Zweigen der Birken.
 
Schneeglöckchen am Wegesrand Für den Rückweg wollte ich eigentlich einen Weg entlang der Grenze des Naturschutzgebiets nutzen, um so in einem großen Bogen wieder nach Weißack zu kommen. Doch der zugewachsene Weg wäre nur zu Fuß nutzbar gewesen. Daher fuhr ich auf dem schon bekannten Weg zurück. Leider hatten schwere Forstmaschinen den an der Papiermühle beginnenden und letztlich bis zum Bahnhof führenden Abzweig stark umgewühlt, sodass ich meinen Weg auf der schon von der Hinfahrt bekannten Landstraße fortsetzen musste. So erreichte ich nach insgesamt 20,5 km wieder den Bahnhof Walddrehna.
 
Ausrüstung: Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Lönnewitzer Heide DLFF-1004
 
Kp-Index am 22.3.2026 © GFZ 22.3.2026: Nach einer mit -2 °C relativ kühlen Nacht wurden bis zu 14 °C und überwiegend sonniges Wetter vorhergesagt. Funktechnisch spielte die Sonne aber nicht so richtig mit. Vorhersage des G3-Sturms am 22.3.2026 © SWPC Nach dem G3-Sturm einen Tag vorher wurde vom SWPC ein weiterer G3-Sturm vorhergesagt, der mit 25 % Wahrscheinlichkeit Radio-Blackouts (R1-R2) bringen sollte. Und der vom GFZ veröffentlichte Kp-Index lag bereits am Morgen bei Kp = 5 und stieg während der Aktivierung auf Kp = 6, was dem vorhergesagten G3-Sturm entsprach. Es würden also keinesfalls prächtige Bedingungen werden. Trotzdem fuhr ich los.
 
Lönnewitzer Heide © BfN Zwischen dem heutzutage nur noch von Sportflugzeugen angesteuerten Flugplatz Falkenberg-Lönnewitz und der Bundesstraße B183 liegt die langgestreckte, 161 Hektar große Lönnewitzer Heide DLFF-1004. In den 1920er-Jahren wurde der Flugplatz schon als Zivilflugplatz genutzt, bevor er ab Mitte der 1930er-Jahre bis 1993 vom Militär in Beschlag genommen wurde. Nach dem Rückbau entstand ein Gewerbegebiet. Die Reste der Landebahn und ein paar Hanger übernahm ein Fliegerclub, die anderen im Gelände verteilten Hanger stehen teils leer und verfallen. Seit 2011 befindet sich auf dem Areal auch der Solarpark Lönnewitz, der laut Wikipedia über eine installierte Leistung von 21,7 MWp verfügt und pro Jahr 21,9 GWh ins Netz einspeist. Die heute vorhandene Heidelandschaft des Naturschutzgebiets südlich des Flugplatzes entstand, weil das Gelände über Jahrzehnte hinweg Sperrgebiet war. Den Rest trug der Rückbau bei.
 
Strecke ins DLFF-1004 Ich begann die Fahrradtour am Bahnhof Falkenberg (Elster). Die Stadt in Richtung Süden verlassend erreichte ich auf einer nahezu geradlinigen kleinen Straße das Flugplatzgelände. Beidseits der dort nach Westen abbiegenden Flugplatzstraße stehen auf einer Fläche von 86 Hektar die Solarpanele des schon genannten Solarparks. Standort in DLFF-1004 Um möglichst weit von deren potenziell störenden Wechselrichtern entfernt zu sein, wählte ich einen breiten Fahrweg, der parallel zu der heutzutage nur noch als Schneise vorhandenen alten/langen Landebahn des Flugplatzes führt.
 
Station in DLFF-1004 Den Mast befestigte ich am Fahrrad, während ich mich auf einer sandigen Stelle am Wegrand niederließ. Auf 40 m tobte irgendein Contest, sodass ich nach ein paar QSOs auf 30 m wechselte. Allzu viele Stationen erreichte ich jedoch nicht. Auch auf dem danach genutzten 20-m-Band war es ähnlich. Doch auf 20 m bemerkte ich, dass keine Conteststationen mehr aktiv waren. Daher wechselte ich noch einmal auf 40 m - auch dort war es ruhig. Scheinbar ging der Contest nur bis 1200 UTC. So gelangen mir auf 40, 30 und 20 m insgesamt 23 Verbindungen, was im Nachhinein angesichts der vorhergesagten Bedingungen ein annehmbares Ergebnis war. Die Signalstärken waren sehr unterschiedlich. Während ich einige Stationen in Europa nur mit 519 empfangen konnte, waren andere mit 599 aufnehmbar. Ein Muster konnte ich nicht erkennen. Bei einer Station an der Ostküste der USA war der für Aurora-Bedingungen typische, raue Sound festzustellen. Nach 3 Stunden baute ich die Station ab und trat den Rückweg an.
 
Kirchenruine Alt-Lönnewitz Im Südosten des Naturschutzgebiets erstreckte sich nördlich der Bundesstraße B183 die inzwischen nahezu verschwundene einstige Ortslage von Alt-Lönnewitz. Kirchenruine Alt-Lönnewitz Im verwaldeten Gelände an der B183 findet man im ehemaligen militärischen Sperrgebiet noch die heutzutage als Baudenkmal ausgewiesene Ruine der Dorfkirche. Von dem ebenfalls, angrenzenden Friedhof und dem in einem Park liegenden Gut ist zumindest an der Oberfläche nichts mehr vorhanden. Die kläglichen Überreste der Kirche sind somit die nahezu letzten baulichen Spuren des im Jahre 1251 erstmals erwähnten Dorfes, so Wikipedia. Vorhersage von N0NBH am 22.3.2026 Auf einem Forstweg im Bogen um die Ostseite des Flugplatzes und weiter auf dem Lönnewitzer Weg erreichte ich Schmerkendorf. Von dort fuhr ich auf der Landstraße L672 weiter bis Falkenberg (Elster), wo ich nach insgesamt 16,8 km wieder den Bahnhof erreichte.
 
Als ich wieder zu Hause war, stellten die Ausbreitungsbedingungen von N0NBH gut die auf den Bändern vorgefundenen Bedingungen dar.
 
Ausrüstung: Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Wilder Berg bei Seelow DLFF-1315
 
Wilder Berg bei Seelow © BfN 29.3.2026: Nach einer mit 0 °C relativ kühlen Nacht sollte die Temperatur noch auf 10 °C steigen. Der Wetterbericht sagte zwar bewölkten oder wechselnd bewölkten Himmel voraus. Es sollte aber nur mit maximal 20 % Wahrscheinlichkeit Regen fallen. Vom Wetter her würden es somit annehmbare Bedingungen werden. Außerdem sollte es laut SWPC keinen geomagnetischen Sturm geben, auch wenn mit 40 % Wahrscheinlichkeit kleine Radio-Blackouts (R1-R2) auftreten könnten. Und der vom GFZ veröffentlichte Kp-Index lag am Morgen mit Werten um 3 auf einen niedrigen Niveau. Daher nahm ich meinen Rucksack, packte die Funkstation ein und fuhr los.
 
Blick zum Wilden Berg Strecke ins DLFF-1315 Diesmal begab ich mich an den Westrand des Oderbruchs. Dort befindet sich das 82 Hektar große Naturschutzgebiet Wilder Berg bei Seelow DLFF-1315. Das Areal erstreckt sich überwiegend östlich der Bahnlinie RB60, die von Frankfurt (Oder), über Seelow (Mark) nach Eberswalde führt. Das NSG umfasst den Hang von der etwa 50 m hohen Oberkante des Grundmoränenplateaus (Lebuser Platte) bis hinunter zum Oderbruch auf etwa 10 m, aber auch einen tiefen Einschnitt westlich der Bahnlinie.
 
Panorama - Blick vom Wilden Berg ins Oderbruch
 
Gipfelkreuz auf dem Wilden Berg Standort in DLFF-1315 Ich begann die Wanderung am Busbahnhof Seelow (Mark). Auf der Frankfurter Straße nach Süden bog ich am Überweg der ehemaligen Oderbruchbahn nach Osten ab. Parallel zum Bogen des alten Bahndamms führt ein Weg, den ich an der Brücke über die dort tief eingeschnittene ehemalige Bahnstrecke in östlicher Richtung verließ. Ein Stück weiter führt der Feldweg durch einen Tunnel unter der noch aktiven Bahnlinie hindurch. Auf der anderen Seite befindet sich die 20 m steil nach oben führenden Treppe des Wilden Hasensteigs. Wohl zum Verschnaufen gibt es auf halber Höhe eine Sitzbank. Am Ende des Steigs gelangte man auf einem Pfad zum Gipfel des 47 m hohen Wilden Bergs.
 
Station in DLFF-1315 Auf dem nur von ein paar einzelnen Bäumen bestandenen Berg existiert nahe des Gipfelsteins und eines daneben stehenden Gipfelkreuzes eine Sitzbank, die ich zum Aufbau der Station nutzte. Den Mast befestigte ich an der Rückenlehne am Ende des langen Teils. Bequem in der immer stärker durch die Wolken brechenden Sonne sitzend begann ich auf 40 m mit den CQ-Rufen. Als nach einer Weile eine längere Pause entstand, wechselte ich zuerst auf 30 m und und später auf 20 m. Innerhalb von 2⅓ Stunden gelangen mir insgesamt 51 Funkverbindungen durch ganz Europa und eine an die Ostküste der USA.
 
Duftveilchen im Schatten am Fuß des Wilden Bergs Schwarzblauer Ölkäfer Bereits während der QSOs hatte ich mehrere große dunkle Käfer auf dem Sandboden und zwischen den Gräsern entdeckt. Bei einem Bandwechsel sah ich mir ihr Treiben genauer an. So etwas gehört für mich ebenfalls zu einer Freiluftaktivität, wie eine Besichtigung der Umgebung. Während ein größeres Exemplar (etwa 45 mm lang) geschäftig hierhin und dorthin lief, beschäftigten sich die kompakteren Exemplare (etwa 35 mm lang) mit dem Bau von Höhlen im Sand - dachte ich zumindest. Wieder zu Hause ermittelte ich anhand der Fotos, dass es sich um Schwarzblaue Ölkäfer handelte. Frühlings-Fingerkraut am sonnigen Hang des Wilden Bergs Das größere Insekt mit den geknickten Fühlern war ein Männchen, die kleineren mit den geraden Fühlern Weibchen. Was ich als Höhlenbau interpretiert hatte, war das Ablegen von Eiern in den von Hummeln und Bienen genutzten Höhlen. Und Bienen waren auf den Blumen auf dem Gipfel bereits einige zu entdecken. Die Schwarzblauen Ölkäfer sind laut Wikipedia in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten enthalten. Man findet die tagaktiven Tiere von April bis Juni in der Regel auf dem Boden. Doch Vorsicht! Die Käfer sondern bei Gefahr zur Abschreckung von Feinden aus ihren Kniegelenken ein gelbes, stark an Öltröpfchen erinnerndes Sekret ab, das den auch für Menschen gefährlichen Giftstoff Cantharidin enthält.
 
Für den Rückweg nutzte ich den an der Oberkante neben der Bahnlinie abwärts führenden Weg, über den ich die kleine Straße an der Unterkante des Hangs erreichte. Auf dieser ging ich zuerst weiter nach Norden, bog dann jedoch auf die hier aufwärts führende Küstriner Straße ab. Am Bahnhof Selow (Mark) und der Gedenkstätte Seelower Höhen vorbei steuerte ich das Stadtzentrum an. Nach einem Stopp im Café am Markt erreichte ich nach insgesamt 5,6 km wieder den Busbahnhof.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Löptener Fenne-Wustrickwiesen DLFF-1321
 
Vorhersage von N0NBH am 5.4.2026 © N0NBH 5.4.2026: Nach einer milden Nacht mit 7 °C wurden trotz zunehmend stärker werdender Bewölkung noch 18 °C vorhergesagt. Dabei sollte die Regenwahrscheinlichkeit von 10 % am Vormittag auf 60 % am späten Nachmittag steigen. Der G3/G2-Sturm der vergangenen Tage war mittlerweile auf ein nicht mehr nennenswertes Niveau gesunken. Jedoch könnten laut SWPC mit 55 % Wahrscheinlichkeit noch kleine/kurze Radio-Blackots (R1-R2) auftreten. Das GFZ gab jedoch am Morgen einen Kp-Index um 3 an, also niedriges Niveau. Den Zustand der Bänder gab N0NBH mit "Fair" (mittelmäßig) bis "Poor" (schlecht) an. Trotzdem fuhr ich los!
 
Löptener Fenne-Wustrickwiesen © BfN Das 218 Hektar große NSG Löptener Fenne–Wustrickwiesen DLFF-1321 besteht aus 2 über einen Wassergraben verbundenen Gebieten. Im Südosten liegt die Löptener Fenne, im Nordwesten die Wustrickwiesen. Beides sind austrocknende Moore oder Feuchtwiesen, die von Gräben durchzogene sind. Zumindest die Löptener Fenne war noch im 18. Jahrhundert ein See in einer Schmelzwasserrinne der letzten Eiszeit, die bis Fürstenwalde/Spree reicht.
 
Feuchter Bereich der Wustrickwiesen nahe der L472 Die auch heutzutage noch vorhandenen Gräben zeugen von den Versuchen, die nach dem Verlanden der Seen entstandenen Moore trockenzulegen. Zwar führt man seit 2013 eine Renaturierung durch, der den Wasserstand im Moor stabilisieren und die Schwankungen abmildern soll. Doch der Zustand des Gebiets wird weiterhin als unzureichend beschrieben. Laut Wikipedia werden zumindest im nordöstlichen Teil des Naturschutzgebiets einige Streuwiesen mit Hilfe von Schafen bewirtschaftet. Daher hoffte ich, vor den Schafen und den dann zum Einsperren dienenden elektrischen Weidezäunen dort zu sein.
 
Panorama - Blick über die Löptener Fenne
 
Strecke ins DLFF-1321 Als Startpunkt wählte ich den stündlich mit der RE7 erreichbaren Bahnhof Groß Köris. Die Landstraße L742, die direkt am Bahnhof verläuft, brachte mich durch den Ort. Diese Straße führt ab dem Ortsausgang auch durch das Naturschutzgebiet. An der Stelle, an der die L742 in Richtung Klein Köris abbiegt, wechselte ich auf einen Waldweg Richtung Löpten, bog jedoch vor dem Erreichen des Orts nach Westen ab.
 
Standort in DLFF-1321 Am Aussichtspunkt Löptener Fenne baute ich auf einer dort stehenden Sitzbank die Station auf. Laut dem an der Rückenlehne angebrachten Schild saß auf dieser Bank bereits 1861 Theodor Fontane - für eine 165 Jahre alte Bank sah sie aber noch sehr rüstig aus. Den Mast band ich an einem tief hängenden Ast des neben der Bank stehenden großen Strauchs fest. Eine Abspannung der Antenne befestigte ich am Pfahl des Weidezauns, der zum Glück noch nicht in Betrieb war. Den Hering der anderen Abspannung steckte ich in den Boden neben dem Fahrweg. Um das Kalkmoor herum gibt es am Waldrand Weideland. Obwohl der vor mir liegende Weidezaun nicht unter Strom stand, war ein leises Knacken im Transceiver zu hören.
 
Station in DLFF-1321 Doppel-QSOs Innerhalb von 3 Stunden konnte ich auf 40, 30 und 20 m insgesamt 46 QSOs erreichen. Meine CQ-Rufe blieben auf 17 m unbeantwortet. Da ich mein Vorgehen gegen Doppel-QSOs wieder vorher auf der Agenda der WWFF-Webseite angekündigt hatte, werde ich nur 44 QSOs bestätigen. Die Station, die mich auf einem Band zweimal anrief und die ich nicht live ertappt habe, wird für keines der QSOs eine Bestätigung erhalten.
 
Panorama - Blick über die Wustrickwiesen
 
Auf dem Rückweg sah ich mir noch die Wustrickwiesen im nordwestlichen Teil des Naturschutzgebiets an. Mehr oder weniger parallel zum Fennegraben A gelangte ich zum Aussichtspunkt Wustrickwiesen. Dort entdeckte ich auch die Quelle der Knackstörungen: einen Elektrozaun. Mit diesem wurden Mutterschafe und ihre Lämmer auf einer kleinen Weide gehalten. Unter den Schafen befand sich auch ein weißer zottliger Hütehund. Weiter dem Wustrickgraben B folgend erreichte ich wieder die Landstraße L742 und nach insgesamt 6,7 km wieder den Bahnhof Groß Köris.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Teufelssee DLFF-1281
 
11.4.2026: Teufelssee © BfN Im Norden des Naturparks Schlaubetal liegt das 55 Hektar große Naturschutzgebiet Teufelssee DLFF-1281. Der namensgebende See ist nur 5 Hektar groß, aber bis zu 12 m tief. Der See entstand nach der letzten Eiszeit als Toteissee. Er ist samt den umliegenden naturnahen Verlandungsmooren seit 1961 als Totalreservat geschützt.
 
Nach einer mit -2 °C recht frischen Nacht sollte die Temperatur bei durchgehend sonnigem Himmel auf 14 °C steigen. Laut GFZ lag der Kp-Index bei 4 am Morgen. Und das SWPC sagte nur einen G1-Sturm mit kleinen Radio-Blackouts (R1-R2) von 10 % voraus. Gute Bedingungen für eine längere Funkwandertour.
 
Ich startete die Wanderung am Bahnhof Grunow (Niederlausitz). Dort halten stündlich Züge der Linie RB36, die von Königs Wusterhausen nach Frankfurt (Oder) führt. Die heutige Streckenführung ist das Ergebnis einer Stilllegung. 1996 wurde der Betrieb auf dem Abschnitt von Cottbus nach Grunow eingestellt und der Streckenrest nach Frankfurt (Oder) mit der auch damals schon existierenden Strecke nach Königs Wusterhausen verbunden. Dadurch entstand der heutige "Knick" in der Strecke. Ein Teil (24 km) des alten, nach Süden führenden Bahndamms wurde zum Heideradweg umgebaut.
 
Strecke ins DLFF-1281 Leider führt vom Bahnhof Grunow (Niederlausitz) in Richtung Osten nur die Bundesstraße B246 bis zum Ort Grunow-Dammendorf. Zwar gibt es einen parallel geführten Rad- und Fußweg, doch ich war froh, die B246 im Gemeindeteil Grunow wieder verlassen zu können.
 
Jungbullen an der Demnitz Anfangs auf Feldwegen später auf Waldwegen erreichte ich das Flüsschen Demnitz. Doch Achtung! Von dem auf der Karte eingezeichneten Bohlenweg hinüber sind nur ein paar morsche Balken übrig. Bohlenweg über die Demnitz Da ich mich aber auch nicht mit den Jungbullen auf der Weide anlegen wollte, zwängte ich mich am Weidezaun am Hang des Flussgrabens entlang bis zur breiten Brücke und auf der anderen Seite wieder zurück. Weiter auf Waldwegen gelangte ich in den zu Siehdichum gehörenden Gemeindeteil gleichen Namens. Nach einem kurzen Stück auf einer kleinen Straße erreichte ich den Rand des Naturschutzgebiets.
 
Panorama - Blick über den Teufelssee
 
Standort in DLFF-1281 Am Rand des mit einem gelben Punkt auf weißen Viereck markierten Wanderwegs "Rund um Siehdichum" baute ich nahe des Teufelssees hier die Station auf. Den Transceiver stellte ich auf einen Baumstumpf und den Mast für die Antenne band ich am tief hängenden Ast einer der Buchen fest. Station in DLFF-1281 Der Andrang auf 40 m war groß, sodass ich dort schon in der 1. Stunde 35 Verbindungen erreichte. Als eine Weile niemand antwortete, wechselte ich auf 30 m - jedoch ohne Erfolg. Auf 20 m kamen lediglich 5 QSOs zustande, auf 17 m gar keines. Daher wechselte ich noch einmal auf 40 m. Insgesamt konnte ich auf dem Notizzettel 51 Verbindungen festhalten. Nach 2⅔ Stunden baute ich die Station wieder ab. Nach dem wieder auf der Agenda der WWFF-Webseite neben der Ankündigung gegebenen Hinweis, Stationen mit doppelten QSOs überhaupt nicht zu bestätigen, blieben diese auch aus.
 
Der Frühling ist da - Buschwindröschen Schlaube an der Holzbrücke Für den Rückweg nutzte ich weiter den ausgeschilderten Wanderweg, der mich an den Nordufern von Scherlachsee und Großen Treppelsee entlang führte. Den Fluss Schlaube überquerte ich an einer kleinen Holzbrücke, an der es auch einen Unterstand, einen Picknicktisch und eine Sitzbank gibt. Zwar gibt es von dort einen kürzeren Weg über Dammendorf, doch ich nutze den Waldweg weiter Richtung Norden. So gelangte ich wieder zu dem schon beim Hinweg genutzten Weg, dem ich über die Demnitz bis Grunow folgte. Nach dem schon bekannten, unvermeidbaren Stück parallel zur B246 erreichte ich nach insgesamt 14,2 km und 108 m aufwärts sowie 108 m abwärts wieder den Bahnhof Grunow (Niederlausitz).
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Josinsky-Luch DLFF-1279
 
Josinsky-Luch © BfN 18.4.2026: Das 172 Hektar große Naturschutzgebiet Josinsky-Luch DLFF-1279 befindet sich im Norden des Biosphärenreservats Spreewald. Südlich des Areals fließt der hier auch Krumme Spree genannte Fluss aus dem Neuendorfer See in Richtung Osten. Das gesamte Luch wird seit Generationen entwässert und meist in Form eines kombinierten Mahd- und Weidebetriebs extensiv genutzt, wie hier zu lesen ist. Ebenfalls laut dieser Webseite wurde die ehemals kurvenreiche Krumme Spree in den 1970er-Jahren begradigt. Jedoch behielten die meisten Altarme einen einseitigen Anschluss an die Spree, sodass um die Altarme wechselfeuchtes Auengrünland, Frischwiesen und Frischweiden zu finden sind.
 
Nach einer mit 6 °C milden Nacht sollte die Temperatur bei sonnigem später wechselnd bewölktem Himmel auf 20 °C steigen. Das SWPC sagte noch am Morgen einen relativ spontan auftretenden G2-Sturm voraus. Dessen Grund sollte der Sonnenfleck eine Sonnenumdrehung (28 Tage) vorher sein, der damals sogar für einen G3-Sturm gesorgt hatte. Ich war also vorbereitet, welche Bedingungen herrschen könnten.
 
Strecke ins DLFF-1279 Ich startete die Fahrradtour am Bahnhof Wendisch Rietz. Dort halten stündlich Züge der Linie RB36 von Königs Wusterhausen nach Frankfurt (Oder). Am Bahnhof vorbei führt die Bundesstraße B246, der ich bis zum Abzweig nach Behrensdorf auf dem parallel geführten Radweg folgte. Zwar muss man sich auf der dann genutzte Landstraße L422 mit des Auto arrangieren, doch das gelang aufgrund des relativ ruhigen Verkehrs gut. In Behrensdorf verließ ich die L422 und steuerte auf Feld- und Waldwegen Möllendorf an. Hinter dem Ort gibt es eine kleine Verbindungsstraße, über die ich in Limsdorf auf die Landstraße L42 gelangte. Auf dieser wieder vom Verkehr her gesehen ruhigen und durch Wälder führenden Straße erreichte ich schließlich Alt-Schadow.
 
Standort in DLFF-1279 Bereits zu Hause hatte ich mir 3 mögliche Standorte ausgewählt: 2 Punkte am Ufer der Krummen Spree und als Ersatzstandort die von kleinen Bäumen bestandene Werdersche Straße, die quer durch das Naturschutzgebiet führt. An der zuerst angesteuerten Stelle am Ende des breiten Feldwegs hatten sich Angler eingerichtet. Daher fuhr ich auf einem schmalen Wegs am Rand des Getreidefelds weiter bis zu einem Hochsitz. Station in DLFF-1279 Auf einem dort liegenden alten, dicken Baumstamm baute ich die Station auf. Diesmal diente das Fahrrad als Halterung für den Antennenmast, während ich es mich auf dem alten Baumstamm bequem machte. In knapp 2 Stunden erreichte ich auf 40 m lediglich 25 Verbindungen zu Stationen in Mitteleuropa. Dabei musste ich mir mehrmals eine neue freie Frequenz suchen, da Conteststationen meine leisen Signale wohl überhörten. Der Wechsel auf 20 m brachte noch einmal 7 Stationen auf den als Logbuch verwendeten Notizzettel. Doch selbst auf dem contestfreien 30-m-Band erreichte ich nur eine Station. Daher wechselte ich noch einmal auf 40 m. Am Ende standen 38 Stationen im Log, darunter aber auch 2 Stationen, die ebenfalls aus einem WWFF-Gebiet aktiv waren. Nach 3⅓ Stunden baute ich die Station ab und begab mich auf den Rückweg.
 
Auf dem Weg zurück nach Alt-Schadow legte ich noch einen Fotostopp an einem weiteren, am Weg stehenden Hochsitz ein. Von dort bot sich ein guter Blick auf einen Teil der Feuchtwiesen entlang der Krummen Spree. Die Altarme sind häufig an den kleinen Bäumen und Sträuchern an deren Ufer erkennbar.
 
Panorama - Blick über das Josinsky-Luch
 
Wieder auf der L42 bog ich hinter der Kiesgrube nördlich des Grubensees in den Wald ab. Auf gut mit dem Fahrrad befahrbaren Waldwegen steuerte ich den Naturcampingplatz am Ostufer des Spingsees an. Direkt am Ufer führt ein ausgeschilderter Wanderweg längs durch das Areal des Campingplatzes. Am nördlichen Ende des Spingsees gibt es einen 1857 errichteten Kanal (auch als Springseefließ bezeichnet), der heutzutage wie ein naturbelassener Fluss aussieht. Er führt vom Springsee zum Großen Glubigsee und weiter zur Schleuse am Kleinen Glubigsee bis zum Scharmützelsee, wie auf dem Hinweisschild an der Brücke über den Kanal zu lesen ist. Das Teilstück des alten Kanal vom Springsee bis zum Großen Glubigsee kann heutzutage nur noch von Kajaks oder Kanus befahren werden. Auf einem mit Betonplatten versehenen Fahrweg zwischen dem sumpfigen Gebiet entlang des alten Kanals und dem Zaun des militärischen Sperrgebiets erreichte ich das ehemalige Postheim am Glubigsee. Von dort gibt es weiter entlang des Zauns einen holprigen Fahrweg, über den ich wieder bis zur Bundesstraße B246 kam. Nach insgesamt 30,9 km 106 m aufwärts sowie 106 m abwärts erreichte ich wieder den Bahnhof Wendisch Rietz.
 
Kp-Index am 18.4.2026 © GFZ Wieder zu Hause angekommen, sah ich mir den Grund für die relativ schlechten Bedingungen an. Zwar war während meiner Aktivierungszeit nicht der vorhergesagte G2-Sturm aufgetreten, doch der unter anderem vom GFZ veröffentlichte Kp-Index lag bei 5, was einem G1-Sturm entsprach. Auch wenn solch ein Sturm Funkverbindungen ermöglicht, gestaltete er die Funkbedingungen doch sehr wechselhaft.
 
Ich wurde einmal gefragt, ob ich mir solche Vorhersagen vor einer Freiluftaktivität ansehe. Meine Antwort lautete: Manchmal. Und auch wenn ich sie mir angesehen hatte, hielt mich das letztendlich nicht vom Funken ab. Es bereitet mich lediglich auf die möglicherweise auf den Bändern herrschenden Bedingungen vor. Wenn die Anzahl der am Ende erreichter Stationen eher bescheiden waren, sah ich mir die Informationen von GFZ und SWPC im Nachhinein relativ oft an. Der Hauptgrund für mich ist, dass sich daraus Schlüsse unter anderem für die Wahl des richtigen Bands in einer ähnlichen Situation ziehen lassen.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Friedländer Tal DLFF-1035
 
Friedländer Tal © BfN 25.4.2026: Nördlich der Stadt Friedland liegt das Friedländer Tal DLFF-1035. Den Hauptteil des 104 Hektar große Naturschutzgebiets nehmen die 3 im Tal liegenden Friedländer Teiche ein. Diese umgibt ein fast durchgehender Schilfgürtel. Außerdem umfasst das Areal noch Moorgebiete. Daher ist nur ein sehr kleiner Teil des Naturschutzgebiets "festes Land". Dazu zählen die beiden Dämme zwischen den Teichen. Auf dem östlichen Damm baute ich beim letzten Mal meine Station auf. Diesmal hatte ich ein anderes Ziel.
 
Strecke ins DLFF-1035 Als Startpunkt wählte ich den Haltepunkt Schneeberg (Mark), an dem bei Bedarf stündlich Züge der Linie RB36 auf der Strecke von Königs Wusterhausen nach Frankfurt (Oder) halten. Bei meiner Wanderung nutzte ich anfangs die am Haltepunkt entlang führende Bundesstraße B246, genauer den parallel liegenden Fuß- und Fahrradweg. In Krügersdorf wechselte ich auf die nach Reudnitz führende Straße K6714, die zu großen Teilen im Wald liegt. Nach einem Stück auf den in einen breiten Feldweg übergehenden Friedländer Weg bog ich hinter einem Teich zum Ostende des Naturschutzgebiets ab.
 
Panorama - Blick über den nördlichen Teil des Friedländer Tals
 
Standort in DLFF-1035 Dort gibt es in einer 8 bis 10 m tiefen Senke beidseits des Dammmühlenfließes, das die Teiche speist, eine freie Fläche. Zum überwiegenden Teil ist es Moorgebiet, es gibt aber auch ein Stück einer alten Weide. Am Rand des Waldes gibt es auf dem langsam zum Fließ abfallenden Hang eine alte Viehkoppel. Den Transceiver stellte ich auf die alte Verladerampe, die ausreichend hoch war und sich somit gut als Stationstisch eignete. Station in DLFF-1035 Den Mast befestigte ich an dem verrosteten Metalltor. Die Ausbreitungsbedingungen waren unruhig, so wie vom SWPC nach den beiden X-Flares vorhergesagt. Beginnend auf 40 m wechselte ich nach 18 QSOs auf 30 m, erreichte dort aber nur 4 QSOs. Auf 20 m erreichte ich 11 Stationen. Nach einer kurzen Pause zum Vertreten der Füße erreichte ich auf 17 m 1 QSO, auf 15 m blieben meine CQ-Rufe unbeantwortet. Innerhalb von 2⅔ Stunden konnte ich insgesamt 34 Stationen erreichen. Bis auf ein QSO an die Ostküste der USA waren die erreichten Stationen in ganz Europa verteilt. Bevor mir bei lediglich 10 °C und einem stetigen Wind im Schatten der Bäume die Finger zu klamm wurden, baute ich die Station ab.
 
2 aufmerksame Bisons Auf dem Weg zurück nutzte ich hinter Reudnitz anfangs einen Waldweg. Der überwiegende Teil der Strecke bestand jedoch aus Feldwegen. Kurz vor Krügersdorf führte mich der Weg am Rand der 75 Hektar großen Wildtierfarm Krügersdorf entlang. Auf mehreren Weiden standen Bisons, die jeden meiner Schritte aus etwa 10 m Entfernung aufmerksam beobachteten. Gutshaus in Krügersdorf Zum Glück gab es einen hohen Zaun, denn mit 500 kg Wildrind wollte ich mich nicht anlegen. Es soll dort auch Gehege mit Rotwild, Mufflons und Damwild geben. In Krügersdorf gibt es ein teilweise auch als "Schloss" bezeichnetes Gutshaus. Das ursprünglich Gutshaus wurde 1539 errichtet. Nach einem Brand 1823 entstand das heutige Haus. In dem 2008 sanierten Gebäude befinden sich heutzutage das Gemeindezentrum und in der oberen Etage Ferienwohnungen. 500 Jahre alte Stiel-Eiche Eine WCA-Referenz besitzt das Gutshaus bisher nicht. 400 Jahre alte Stiel-Eiche In Krügersdorf sah ich mir noch die beiden dort stehenden, besonders alten Stiel-Eichen an. Das 500 Jahre altes Exemplar steht direkt an der Bundesstraße B246 in Richtung Beeskow, das "nur" 400 Jahre alte Exemplar befindet sich an der Kreuzung, an der von der B246 die Straße nach Reudnitz abzweigt. Nach dem schon bekannten Stück auf dem Weg parallel zur Bundesstraße B246 erreichte ich nach insgesamt 13,9 km wieder den Haltepunkt Schneeberg (Mark).
 
Ausrüstung: Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin DLFF-0029
+ Schloss Herrenstein WCA DL-05534

 
Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin © BfN 1.5.2026: Wie seit vielen Jahren hatte die COTAgroup am 1. Mai wieder zum Deutschen Burgentag eingeladen. Diese Veranstaltung, die kein Contest ist, bot zumindest mir die willkommene Gelegenheit, nach einer Burg, einem Schloss oder einem anderen, in der Deutschen WCA-Liste aufgeführten historischen Gebäude Ausschau zu halten, in dessen Nähe sich ein DLFF-Gebiet befindet. Schloss Herrenstein, WCA DL-05534 © COTA-DL Gefunden habe ich das Schloss Herrenstein (WCA DL-05534, BRB-248) im gleichnamigen Ort. Ein Teil des für eine gültige WCA-Aktivierung maximal zulässigen Radius von 1 km deckt sich mit dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin DLFF-0029.
 
Strecke ins DLFF-0029 Nach einer mit nur 4 °C recht kühlen Nacht sollte die Temperatur bei durchgängig sonnigem Wetter auf 23 °C steigen. Ich startete die Fahrradtour am Bahnhof Templin (Stadt). Dieser Bahnhof ist von Berlin aus stündlich mit der RB12 erreichbar. Aus der Stadt hinaus nutzte ich den parallel zur Bundesstraße B109 im Wald verlaufenden Fahrradweg. Auch die vom Verkehr her gesehen ruhigere Landstraße L23 besitzt zumindest bis Milmersdorf einen breiten Fahrradweg. Und die danach ab Milmersdorf genutzte Landstraße L100 war so ruhig, dass ich mich gut mit den Autos arrangieren konnte. Nach dem Abbiegen auf eine kleine Straße fuhr ich durch Kronhost und weiter auf einem asphaltierten Verbindungsweg bis zum Südende von Herrenstein.
 
Schloss Herrenstein, WCA DL-05534 Der 2,5 km von der Gemeinde Gerswalde entfernt liegende Gemeindeteil wurde 1755 als Vorwerk und Molkerei des Ritterguts Gerswalde errichtet, jedoch erst ab 1821 als Herrenstein bezeichnet. Wirtschaftsgebäude am Schloss Herrenstein Bisher sind sich die Experten unklar darüber, ob das Gutshaus 1890 gänzlich neu gebaut wurde oder lediglich im Neobarockstil umfassend umgebaut wurde. Offensichtlich ist hingegen, dass man das Schloss 1994 zu einem Hotel umbaute. Ehemalige Wirtschaftsgebäude wurden unter anderem in Form zweier Wohnhäuser und eines Badehauses (Mitte) gekonnt in den Hotelkomplex einbezogen. Daher verwundert es nicht, dass der Bereich des Schlosses durch die Denkmalsatzung der Gemeinde geschützt ist.
 
Panorama - Blick über Herrenstein
 
Schon während der Vorbereitung hatte ich bemerkt, dass am Tag meiner geplanten Aktivierung von 10 bis 17 Uhr das Schlossfest mit Schloss-Flohmarkt abgehalten werden sollte. Es würde daher direkt um das Schloss eher belebt zugehen. Doch so ein Fest hat auch etwas Gutes. Der Aufwand für die leibliche Versorgung bei der Funkaktivität ist gering, da man ja quasi alles in der Nähe kaufen kann.
 
Standort in DLFF-0029 Daher musste ich mir nur einen Platz zum Aufbau der Station suchen, an dem sich Besucher nicht in den Antennendrähten verheddern würden. Auch sollte dort die angekündigte "Musik und Unterhaltung" nur noch leise zu hören sein. Der Reihe nach sah ich mir die bereits zuhause auf der Karte markierten potenziellen Plätze an, kehrte dann jedoch zu dem zuerst begutachteten Platz zurück. Am Rand eines Feldwegs baute ich hier im Schatten eines kleinen Kirschbaums die Station auf. Diese Stelle befand sich in ziemlich genau 500 m Entfernung südwestlich vom Schloss. Als Masthalterung diente das Fahrrad. Den einen Antennendraht führte ich über den Feldweg und befestigte ihn möglichst hoch an einem der dort stehenden, großen Bäume. Den anderen Draht befestigte ich mit einem Hering in der Weide. Als der erste von Pferden gezogene Kremser mit Besuchern des Festes über den Feldweg holperte, war ich froh, die Antenne ausreichend hoch am Baum befestigt zu haben.
 
Station in DLFF-0029 Diesmal hatte ich neben der Morsetaste auch ein Mikrofon dabei, da viele Stationen, die sich für den Deutschen Burgentag angekündigt hatten, in SSB aktiv sein wollten. Der Kp-Index lag laut GFZ bei 3, also auf einem annehmbaren Niveau. Jedoch hatte das SWPC Radio-Blackouts der Stärke R1/R2 (gering/mäßig) mit 50 % Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Das entsprach in etwa auch den vorgefundenen Bedingungen auf den Bändern. Ich startete in CW auf 40 m. Nach 1½ Stunden steckte ich das Mikrofon an, wurde jedoch selbst von einer laut zu empfangenen Station nach mehrmaligem Anruf nicht gehört. Nach dem Wechsel auf 20 m in CW erreichte ich noch ein paar Stationen. Am Ende standen nach 2¾ Stunden insgesamt 22 Stationen im Logbuch.
 
Panorama - Raspfelder südlich von Herrenstein
 
Blick zurück - Schloss Herrenstein Natürlich besuchte ich nach dem Abbau der Funkstation auch das Schlossfest, denn bei meiner Ankunft waren die Veranstalter noch beim Aufbau. Ich blieb aber nicht lange. Nach einer leiblichen Stärkung mit 2 Stücken Kuchen und einem großen Becher Kaffee trat ich den Rückweg an. Diesen absolvierte ich auf den gleichen Wegen, die ich bereits am Morgen genutzt hatte. Urkunde für die Teilnahme am Deutschen Burgentag 2026 Nach insgesamt 42,2 km erreichte ich wieder den Bahnhof Templin (Stadt). Mittlerweile war die Temperatur auf 23 °C im Schatten gestiegen. Das am Bahnhof "An der Schranke" gekaufte Eis genoss ich im Zug.
 
Ausrüstung: Elecraft KX3 mit 5 W Sendeleistung in CW, 10 W in SSB; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
 
Nachtrag vom 4.5.2026: Gerade traf als nettes Präsent für die Aktivität während des Deutschen Burgentags 2026, der ja kein Contest ist, die Teilnahmeurkunde als PDF-Datei ein.
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Großer und Westufer Kleiner Zeschsee DLFF-1320
 
Großer und Westufer Kleiner Zeschsee © BfN 3.5.2026: Laut Wetterbericht sollte die Temperatur nach einer milden Nacht mit 9 °C bis 28 °C steigen. Und bei sonnigem Himmel sollte nur mit 10 % Wahrscheinlichkeit Niederschlag fallen. Bei solchem Wetter bietet es sich quasi an, an einen See zu fahren. Nördlich von Baruth (Mark) liegt das 107 Hektar große Naturschutzgebiet Großer und Westufer Kleiner Zeschsee DLFF-1320. Schutzzweck ist laut Verordnung "die Erhaltung von Niederungs- und Quellbereichen im regionalen Biotopverbund innerhalb der Nuthe-Notteniederung." Außerdem ist ein das NSG umfassende Areal als FFH- und Natura-2000-Gebiet ausgewiesen.
 
Strecke ins DLFF-1320 Ich startete die Wanderung am Bahnhof Neuhof (bei Zossen). Auf der Westseite des Bahnhofs führt die alte B96 vorbei, die in einem Bogen auf die neue Bundesstraße B96 trifft. Leider habe ich keinen anderen Weg entdeckt, sodass ich etwa 900 m auf dem Seitenstreifen der B96 gehen musste. Da so relativ früh am Morgen noch wenig Verkehr herrschte, war es gut machbar. Ich war trotzdem froh, als ich den Abzweig nach Lindenbrück und Zesch am See erreicht hatte. Diese Straße ist nach der asphaltierten Überführung über die Bahnstrecke mit Kopfsteinpflaster gedeckt. Jedoch gibt es auf einer Seite einen breiten Sandstreifen. Die Straße zwischen Lindenbrück und Zesch am See ist wieder asphaltiert. Ich bog kurz vor Zesch am See südlich in den Wald ab und erreichte so das Westufer des Großen Zeschsees. Dort steht direkt am Wasser eine Bank. Doch ein Verweilen war unmöglich, da mich ein Schwarm hungriger Mücken empfing. Daher ging ich am Ufer weiter.
 
Panorama - Blick über den nördlichen Teil des Großen Zeschsees
 
Standort in DLFF-1320 Mein erstes, bereits zu Hause ausgesuchtes Ziel war eine Landzunge, die in den See ragt. Da hier ein leichter, über den See wehender Wind die Mücken vertrieb, blieb ich. Auf der Landzunge, auf der es auch ein Denkmal für Friedrich Carl Leopold Graf zu Solms-Baruth gibt, stehen 3 Sitzbänke und etwas abseits ein Tisch. Die Sitzbank hier nutzte ich als Stationstisch und als Sitzgelegenheit. Den Mast befestigte ich an einem Baum direkt am Wasser. Station in DLFF-1320 Die Antennendrähte spannte ich möglichst hoch in Bäumen ab, damit sich die beiden in der Zwischenzeit eingetroffenen Angler nicht darin verfangen konnten.
 
Der Start auf 40 m verlief erfolgversprechend. Als eine Zeit lang niemand mehr auf meine CQ-Rufe antwortete, wechselte ich auf 30 m - ohne eine Station zu erreichen. Ein paar QSOs kamen noch auf 20 m zustande. Daher versuchte ich es auf 17 m erst gar nicht. Nach 2½ Stunden standen 39 Verbindungen auf dem als provisorisches Logbuch dienenden Notizzettel, davon auch eine an die Ostküste der USA.
 
Feuchtgebiet an der Straße Nach dem Abbau der Station setzte ich die Seeumrundung fort. Die Orientierung ist anhand der Wegweiser und der kleinen Schildern mit rotem Punkt problemlos möglich, auch wenn man keine Karte dabei hat. Am südlichen Ende erreichte ich auch die zweite, bereits zu Hause zum Aufbau der Station auserkorene Stelle: einen überdachten Picknickplatz. Mich zog es jedoch weiter. Am Ostufer erreichte ich nach dem Campingplatz auch die Badestelle und kurz danach die ersten Häuser von Zesch am See. Mein Ziel war das Eiscafé "Im Grünen". Nach 2 Stücken leckerer Erdbeertorte und einem Kännchen Kaffee wanderte ich weiter. Am Ortsausgang war auch gut der Grund zu erkennen, warum das Areal unter Naturschutz gestellt wurde: Es gibt dort ausgedehnte Feuchtgebiete, die bis an die Straße reichen.
 
Schloss Neuhof, WCA DL-04141, BRB-146 Weiter nutze ich die schon vom Hinweg bekannten Wege durch den Wald. Der Verkehr auf der Bundesstraße B96 hatte indes zugenommen. Zwar gibt es auf der linken Seite der Straße auch einen nutzbaren Seitenstreifen, doch der fällt schmaler aus und ist außerdem durch eine Leitplanke begrenzt. Zum Glück gibt es kurz vor der Einführung der alten B96 einen Fahrradweg, den ich bis zur Ostseite des Bahnhofs nutzte. Zwar hätte ich mir gerne noch ein Eis beim "Eismädchen" geholt, doch die Schlange der Wartenden war mit zu lang. Gegenüber der Eisdiele steht hinter einer hohen Mauer verborgen das Schloss Neuhof (WCA DL-04141, BRB-146), eigentlich ein Gutshaus. Das Haus wurde 1757 erbaut und steht laut Wikipedia seit 2020 leer. Nach insgesamt 13,3 km erreichte ich wieder den Bahnhof Neuhof (bei Zossen).
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Biesenthaler Becken DLFF-0372
 
Biesenthaler Becken © BfN 10.5.2026: Südwestlich der Stadt Biesenthal liegt das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken DLFF-0372. Das 900 Hektar große Areal erhielt seine Oberfläche in der letzten Eiszeit, was unter anderem an der Hügellandschaft mit den Kames (steilflankigen Hügeln) und sogenannte Zungenbeckenseen (Gletscherseen) erkennbar ist. Heutzutage findet man zwischen Laubmischwäldern viele Feuchtwiesen und Moore, die Platz für diverse Planzen- und Vogelarten bieten. Daher ist das Biesenthaler Becken auch Fauna-Flora-Habitat und Teil des europaweiten Schutzgebiets Natura 2000.
 
Der Wetterbericht sagte nach einer Nacht mit 6 °C eine Temperatur von 19 °C voraus. Und es sollte nur mit 10 % Wahrscheinlichkeit regnen. Im Ganzen also gute Bedingungen für eine längere Wanderung. Zwar war ich schon zweimal mit einer Funkstation im Rucksack im Biesenthaler Becken unterwegs, doch noch nicht im nördlichen Teil.
 
Strecke ins DLFF-0372 Als Startpunkt wählte ich den Bahnhof Rüdnitz, den ich "Dank" eines Zugausfalls und der Verspätung des nächsten Zuges erst 1¼ Stunden später als vorgesehen erreichte. Am westlichen Ortsausgang von Rüdnitz bog ich auf den Hellmühler Weg ab, der in einen Waldweg übergeht. Zwischen dem Plötzensee und dem Langerönner See wechselte ich auf den Wanderweg von Lobetal nach Finowfurt. Dieser Weg ist gut mit einem gelben Balken auf weißem Grund markiert.
 
Standort in DLFF-0372 In der Nähe der Wegkreuzung "Zweibrücken" gibt es am Hellmühler Fließ eine Sitzbank. Diese nutze ich zum Aufbau der Station und als Sitzgelegenheit. Den Mast befestigte ich an einer Akazie auf der anderen Wegseite. Da erstaunlich viele Wanderer und Fahrradfahrer auf diesem Weg unterwegs waren, musste ich die Zuleitung möglichst hoch in den Ästen zur Sitzbank führen. Hellmühler Fließ Die Heringe für die Abspannungen der Antennendrähte steckte ich so am Wegrand in den Boden, dass sich niemand darin verheddern konnte. Auf 40 m waren viele Conteststationen aktiv, sodass nur wenige Verbindungen zustande kamen. Die CQ-Rufe auf 30 m brachten kein QSO ein. Auf 20 m konnte ich im Contestgetümmel ebenfalls nur ein paar Stationen erreichen. Die Rufe auf 17 m verhalten ungehört. Daher wechselte ich noch einmal auf 40 m. Zum Glück war inzwischen der Contest vorbei und es gelangen mir noch 18 QSOs. Der anschließende Wechsel auf 20 m brachte jedoch kein weiteres QSO. Bevor mich die hungrigen Mücken gänzlich leer gesaugt hatten, baute ich nach 2⅔ Stunden und mit 28 QSOs im Logbuch die Station ab.
 
Rüdnitzer Fließ Für den Rückweg nutzte ich weiter den ausgeschilderten Wanderweg. Kurz nach der 1. Brücke überquerte ich an der 2. Brücke das Rüdnitzer Fließ. Der Weg führt weiter entlang der vom Fließ gebildeten Feuchtwiesen. Bevor der Weg das Naturschutzgebiet verlässt, überquert man noch das Pfauenfließ. Mich zog es weiter ins Ortszentrum von Biesenthal. In dessen Nähe gibt es auf dem Schlossberg neben dem 1906/1907 errichteten Kaiser-Friedrich-Turm die Reste der Burg Biesenthal (WCA DL-03566, BRB-028), die aus der Zeit der Askanier stammt. Da ich die Burg bereits kannte, steuerte ich das "Café am Schlossberg" an. Dort stärkte ich mich mit einer großen Tasse Kaffee und 3 Stück leckeren Kuchen, bevor ich mich auf das letzte Stück der Wanderung begab. Entlang der Landstraße L29 (Bahnhofsstraße) erreichte ich nach insgesamt 12,3 km den Bahnhof Biesenthal.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 19 m Doublet-Antenne mit 8 m langer Zweidrahtleitung (Twisted-Hille) als Inverted-V an 6-m-Mast
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Reitweiner Sporn mit Priesterschlucht, Mühlen- und Zeisigberg DLFF-1317
 
Reitweiner Sporn mit Priesterschlucht, Mühlen- und Zeisigberg © BfN 18.5.2026: Der Reitweiner Sporn ist ein markanter, bewaldeter Höhenzug, der weit in das Oderbruch hineinragt. Es handelt sich dabei um eine langgezogene Hügelkette mit einer Höhe bis zu 83 m (Springberg), die steil zum Oderbruch abfällt und als Prallhang der ursprünglichen Oder entstand. Das insgesamt 117 Hektar große Naturschutzgebiet Reitweiner Sporn mit Priesterschlucht, Mühlen- und Zeisigberg DLFF-1317 besteht aus 3 separaten Teilflächen. Strecke ins DLFF-1317 Am östlichem Hang des Reitweiner Sporns befindet sich südlich der Gemeinde Reitwein das Gebiete "Reitweiner Sporn". Direkt angrenzend liegt nördlich von Wuhden das Areal um den "Zeisigberg". Auf der westlichen Seite des Höhenzugs liegt die "Priesterschlucht". Außerdem gehört ein kleiner Bereich am "Mühlenberg" um die Osterquelle in der Nähe der Gemarkung Libbenichen zum NSG, der aber etwa 6 km ziemlich genau westlich der "Priesterschlucht" entfernt am Westhang des Oderbruchs liegt.
 
Platz des ehemaligen Schlosses Reitwein Stüler-Kirche am Hang des Reitweiner Sporns, daneben das Pfarrhaus Ich startete die Wanderung an der Bushaltestelle "Reitwein, Dorf", die man von Frankfurt (Oder) oder Seelow mit der Buslinie 969 erreicht. Das Anfang der 1670er-Jahren erbaute barocke Schloss Reitwein wurde 1962 abgerissen. Heutzutage erinnert unter anderem ein Gedenkstein an das historische Bauwerk und eine Hainbuchen-Hecke zeichnet dessen Umrisse nach. Von dem 1858 eingeweihten neogotischen Backsteinbau der Stüler-Kirche - die 2. an dieser Stelle - war nach dem 2. Weltkrieg nur eine Ruine übrig. Nach 1990 wurde zumindest der Kirchturm wieder errichtet. Vom Kirchenschiff stehen nur die Außenmauern.
 
Reitweiner Wallberge Die Gemeinde Reitwein liegt auf einer Höhe von 16 m. Was heutzutage wie ein Waldweg aussieht, ist die Frankfurter Straße, die im 16. bis 18. Jahrhundert zwischen Frankfurt (Oder), Küstrin und Stettin als Handels-, Post- und Militärstraße genutzt wurde. Über diese Straße erreicht man in einem geraden und deshalb von Menschen geschaffenen Tal das 68 m hohe Plateau. An dessen östlichem Hang gibt es viele tiefe Einschnitte. Zwischen dem Biergrund und dem Nachtigallengrund befand sich vom 8. bis zum 10. Jahrhundert auf 63 m Höhe eine mit Wällen befestige slawische Siedlungsanlage. Da ich nicht nur zum Funken hierhergekommen war, sah ich mir diese Wallanlage an. Der vordere Bereich wurde durch einen breiten Graben geschützt, der hintere durch einen auch noch heute vorhandenen Wall.
 
Panorama - Blick in den Oderbruch
 
Standort in DLFF-1317 Von der Wallanlage ging ich ein Stück in Richtung Reitwein zurück und steuerte mein eigentliches Ziel an. Direkt am Aussichtspunkt Schöne Aussicht gibt es 2 Bänke, von denen ich zuerst die eine und mit wandernder Sonne die andere zum Aufbau der Station und zum Sitzen nutzte. Der Mast befestigte ich an einem der Pfähle des Holzgeländers. Station in DLFF-1317 Da ein leichter Wind den Hang hinauf wehte, blieb ich bei 16 °C im Halbschatten von Mücken verschont. Bereits nach 1½ Stunden standen 30 Verbindungen auf 40 m auf dem Notizzettel. Innerhalb von knapp 3 Stunden erreichte ich auf 40, 30 und 20 m insgesamt 44 europäische Stationen. Vorhersage des G1-Sturms am 18.5.2026 © SWPC Das ist angesichts des vom SWPC vorhergesagten G1-Sturms mit den damit einhergehenden, eher unruhigen Funkbedingungen gar kein schlechtes Ergebnis.
 
Für den Rückweg bot sich der bis Podelzig führenden Weg (Reitweiner Straße) an, von dem ich auch die Priesterschlucht erreicht hätte. Ich ging jedoch den Weg das Tal abwärts zurück nach Reitwein. Wieder im Ort stärkte ich mich noch in der Gaststätte "Am Reitweiner Sporn" mit guter Hausmannskost (Schnitzel, Spargel, Kartoffeln) und einem großen Glas Apfelsaft. Nach insgesamt 4,5 km (↑ 61 m, ↓ 61 m) erreichte ich wieder die Bushaltestelle "Reitwein, Dorf".
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Teufelsseemoor Köpenick DLFF-1282
 
20.5.2026: Im Südosten von Berlin befindet sich der Große Müggelsee. Zwischen diesem See und dem von der Dahme gebildeten Langen See liegen die Müggelberge. Sie umfassen von West nach Ost gesehen die Kanonenberge, den Kleinen Müggelberg und den Großen Müggelberg. Nordöstlich des Kleinen Müggelbergs liegt das knapp 6,5 Hektar große Naturschutzgebiet Teufelsseemoor Köpenick DLFF-1282, das gleichzeitig als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen ist. Es gibt einen Naturlehrpfad und das Moor lässt sich auf einem Steg überqueren.
 
Strecke ins DLFF-1282 Teufelsseemoor Köpenick © BfN Trotz der kurzen Fahrt zum DLFF-Gebiet startete ich relativ früh am Tag, da es am Nachmittag starken Regen und Gewitter geben sollte. Ich begann die Wanderung an der Haltestelle "Rübezahl" der Buslinie 169, die unter anderem zwischen Köpenick und Müggelheim verkehrt. Von dort verläuft ein Weg nahezu geradlinig zum Rand des Naturschutzgebiets. Der um das gesamte Teufelsseemoor führende Naturlehrpfad bildet zu großen Teilen nur die Grenze des Naturschutzgebiets.
 
Holzbohlensteg - mit Wildschweinen rechts Teufelssee Jedoch muss man sich bei einer DLFF-Aktivierungen innerhalb des jeweiligen Gebiets befinden und nicht nur an dessen Grenze. Ein geeigneter Standort ist die Plattform am Südufer des Sees an, da diese zwischen Rundweg und See liegt. Alternativ sind der durch das Moor führende, 300 m lange und etwa 1,5 m breite Holzbohlensteg oder eine der daran liegenden Aussichtsplattformen nutzbar.
 
Standort in DLFF-1282 Station in DLFF-1282 Ich wählte die Plattform hier. Der Mast für die Vertikal-Antenne ließ sich am Holzgeländer befestigen, das Radial ebenfalls. Die Station stellte ich auf die Bank, bevor ich mich daneben setzte. Ich begann die CQ-Rufe auf 40 m, bevor ich nach größeren Pausen ohne Antworten zuerst auf 30 m und später auf 20 m wechselte. Da ich auf 20 m aber nur 3 QSOs verbuchen konnte, rief ich gar nicht erst auf 17 m sondern noch einmal auf 40 m. Dort erreichte ich noch einmal eine größere Anzahl an Funkstationen. Am Ende fanden sich nach insgesamt 3 Stunden Funkbetrieb 56 europäische Stationen auf dem Notizzettel, darunter auf 30 m auch eine an der Ostküste der USA. Mit 41 QSOs war 40 m das ergiebigste Band.
 
Hinweis: Da der Teufelssee in einem Naherholungsgebiet liegt, sollte man immer auf Unterbrechungen durch andere Besucher gefasst sein. Bei Schulklassen fragte oft eine der Lehrerinnen, was ich gerade mache. Ehepaare grüßten meist nur. Zwei Damen wollten es genauer wissen. Bei diesem längeren Gespräch stellte sich heraus, dass eine von ihnen sogar einen Funkamateur kannte, der bei einer DXpedition dabei war. Eine von zwei anderen Damen, die sich zum Verschnaufen mit auf die Bank gesetzt hatten, bot mir während des Gesprächs sogar einen Keks an, den ich dankend ablehnte.
 
Gebäude auf dem Kleinen Müggelberg Diesmal sah ich mir erst auf dem Rückweg die nähere Umgebung an. Für den Aufstieg zum Kleinen Müggelberg nutzte ich den kürzesten Weg, eine Treppe mit 156 Stufen. Auf der 88 m hohen Kuppe stand der 1890 eingeweihte "Müggelturm". Unvollendeter Fernsehturm Müggelberge Diese hölzerne Version, die beide Kriege überstanden hatte, brannte bei der Renovierung 1958 ab. An seiner Stelle baute man den noch heute vorhandenen Betonturm, der 1961 eröffnet wurde.
 
Östlich des Kleinen Müggelbergs befindet sich auf 109 m Höhe der nur 31 m hohe, unvollendete Fernsehturm Müggelberge. Der 1954 begonnene Turm sollte ursprünglich 130 m hoch werden. Doch während des Baus stellte man fest, dass der Turm am Rand der Einflugschneise des Flughafens Berlin-Schönefeld liegen würde, was unvereinbar mit der Flugsicherheit war. Reste der Bismarckwarte Das Vorhaben wurde daher 1956 beendet und der bereits fertiggestellte, viereckige Gebäudestumpf mit zwei Obergeschossen wetterfest gemacht. Später errichtete man auf dem Dach ein Radom für Abhöranlagen.
 
Blick über den Großen Müggelsee, links Friedrichshagen Der unvollendete Fernsehturm wurde auf den Fundamenten der Bismarckwarte errichtet. Dieser einstmals 40 m hohe Turm wurde 1904 eingeweiht. Noch in den letzten Kriegstagen sprengte das deutsche Militär das Bauwerk, um es als Orientierungspunkt beim Sturm auf Berlin auszuschließen. Gipfelkreuz auf dem Großen Müggelberg Die Reste der Bismarckwarte - sauber behauene Steine - liegen am nördlichen Zaun und dem Hang darunter sowie am Hang zum Kammweg hin. 80 m westlich des unvollendeten Fernsehturms gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick nach Norden und über den Großen Müggelsee.
 
Blick über den östlichen Bereich des Teufelsseemoors zum Müggelturm Vorbei an einem 64 m hohen Stahlturm mit Richtantennen gelangte ich zum Großen Müggelberg. Er ist mit knapp 115 m die höchste, natürliche Erhebung Berlins. Vom Gipfel abwärts nutzte ich einen Weg, der zum nördlichen Bereich des Teufelsseemoors führt. Das restliche Stück bis zur Bushaltestelle "Rübezahl" absolvierte ich größtenteils auf dem bereits am Morgen genutzten Weg. Zur leiblichen Stärkung steuerte ich vor der Rückfahrt noch die Müggelsee-Terassen Rübezahl an. Trotz des Wegs über die Müggelberge war diese Wanderung mit insgesamt nur 5,3 km (↑ 89 m, ↓ 89 m) relativ kurz.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Calpenzmoor DLFF-1251
 
22.5.2026: Der Wetterbericht sagte nach einer milden Nacht mit 9 °C einen Temperaturanstieg auf 23 °C voraus. Und es sollte nur dekorative Wolken geben, also kein nennenswerter Niederschlag fallen. Außerdem wurde nach den eher unruhigen Funkbedingungen der vergangenen Tage zumindest eine ruhigere Phase vorhergesagt. Also packte ich die Funkstation in den Rucksack und fuhr los. Calpenzmoor © BfN Als Ziel hatte ich mir das 134 Hektar große Naturschutzgebiet Calpenzmoor DLFF-1251 ausgesucht. Es liegt im südlichen Bereich des Naturparks Schlaubetal.
 
Strecke ins DLFF-1251 Als Startpunkt für die Wanderung hatte ich den Haltepunkt Jänschwalde gewählt. Dieser lässt sich von Frankfurt (Oder) und Cottbus im Stundentakt mit den Bahnlinien RE10 und RB43 erreichen. Vom Haltepunkt in Richtung Norden gibt es nur die Landstraße L502 (Chausseestraße), die aber sowohl am frühen Vormittag als auch am Nachmittag recht wenig befahren war. Hinweisschild am Rand des Naturschutzgebiets Calpenzmoor An der nächsten Kreuzung mit der zum ehemaligen Flugplatz Cottbus-Drewitz führenden Straße nutzte ich den geradewegs in den Wald führenden, sandigen Fahrweg. Im Waldgebiet wechselte ich nach knapp 1 km auf eine asphaltierte Fahrradstraße. Nach dem Überqueren der Straße Richtung Drewitz (K7141) wechselte ich am Ortseingang auf kleine, meist unbefestigte Fahr- und Waldwege. Auf diesen konnte ich Drewitz umgehen und so mein Ziel schneller erreichen. Ab der "Alten Poststraße" erreichte ich auf einer zweiten, ebenfalls asphaltierten Fahrradstraße den Rand des NSG, dessen Grenze gut anhand der Hinweisschilder erkenntlich ist.
 
Panorama - Blick über das Calpenzmoor
 
Standort in DLFF-1251 400 m weiter nutzte ich einen Weg, der mich am westlichen Rand der Freifläche des Moors entlang führte. Halt machte ich an einer Stelle, die eine besonders gute Sicht auf die Feuchtwiesen des Moors und in der Ferne den Calpenzsee bot. Am Rand des Wegs ließ ich mich hier im Schatten der Bäume nieder. Den Mast befestigte ich an einer großen Kiefer, das Radial spannte ich zu einer zweiten Kiefer hin ab.
 
Doch der Funkbetrieb verlief sehr schleppend. Auf 40 und 20 m erreichte ich insgesamt lediglich 9 Stationen, auf 30 m kam kein QSO zustande. Beim Blick auf den Notizzettel fiel mir auf, dass die erhaltenen Rapporte stark schwankten. Zwischen 339 und 599 war alles dabei, doch ein Muster konnte ich nicht entdecken. Blick von Osten auf Calpenzmoor und Calpenzsee Nach 2½ Stunden baute ich die Station ab und setzte die Umrundung des Calpenzmoors fort.
 
Zum großen Teil waren es Waldwege am Rand des Naturschutzgebiets. Erst ab der Abzweigung zum südlichen Bereich des Moores gibt es im Wald einen mit Betonplatten versehenen Fahrweg. Vom Waldrand bis Drewitz gibt es zwischen den Feldern nur einen sandigen Feldweg. Während der Vorbereitung hatte ich keine Gaststätte in Drewitz entdeckt, an der ich mich auszuruhen und leiblich stärken konnte. Daher durchquerte ich den zu Peitz gehörenden Ortsteil auf kürzestem Weg. Abermals die Straße nach Drewitz (K7141) querend setzte ich meine Wanderung auf den schon am Morgen genutzten Wegen fort. Nach insgesamt 12,4 km (↑ 10 m, ↓ 10 m) erreichte ich wieder den Haltepunkt Jänschwalde.
 
Vorhersage am 22.5.2026 © SWPC Vorhersage am 22.5.2026 © N0NBH Bereits im Zug, der ein WLAN mit Internetzugang besaß, ging ich auf die Suche nach den Ursachen für die Funkbedingungen. Das SWPC hatte seine Voraussage vom Abend vorher und vom Morgen nicht geändert. Demnach sollte es keinen Sonnensturm geben und lediglich mit 25 % Wahrscheinlichkeit kleine (Minor) oder gemäßigte (Moderate) Radio-Blackouts (R1-R2) auftreten. Kp-Index am 22.5.2026 © GFZ R2-Blackouts können lediglich zu kurzzeitigen Störungen im Bereich von einigen zehn Minuten führen, die Wirkung von R1-Blackouts ist noch kürzer.
 
Doch selbst N0NBH, der mit seinen Voraussagen sonst immer richtig lag, gab brauchbare (Fair) Bedingungen auf 40 m und gute (Good) auf 30 und 20 m an. Die zeitnah von GFZ eingeholten Informationen zum Kp-Index glichen denen des nächsten Morgens. Demnach lag der Kp-Index bei 1. Bereits am Abend fragte mich ein Funkfreund per E-Mail, ob ich auch solche (zensiert) Bedingungen gehabt hätte. Ich bejahte, konnte ihm aber auch keine Erklärung anbieten, da laut allen Voraussagen wesentlich bessere Bedingungen als vorgefunden herrschen sollten.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Seewald DLFF-0598
 
22.5.2026: Laut Wetterbericht sollte die Temperatur nach einer milden Nacht mit 12 °C bis auf 28 °C steigen. Und bei sonnigem bis wechselnd bewölktem Himmel sollte nur mit 10 % Wahrscheinlichkeit Niederschlag fallen. Bei solchem Wetter bietet es sich quasi an, an einen See zu fahren, zumal wenn auf dem Weg noch weitere Seen locken.
 
Seewald © BfN Westlich von Lauchhammer liegt das knapp 266 Hektar große Naturschutzgebiet Seewald DLFF-0598. Es besteht aus dem namensgebenden Seewald im Südosten, dem Seewaldsee und dem dazwischen liegenden, auf vielen Karten nicht angegebenen Grünewalder Luch. Als Startpunkt der Wanderung wählte ich den Bahnhof Lauchhammer. Strecke ins DLFF-0598 Nach einem längeren Stück entlang der Bahntrasse und dem Bahnübergang bog die Straße nach Nordosten ab. Nach 2 km erreichte ich den Wald und den Rand des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft DLFF-0091. Nach weiteren 1,3 km auf der "Alten Plessaer Straße" bog ich auf einen Weg ab, der mich durch den südöstlichen Teil des Naturschutzgebiets bringen sollte.
 
Alternativstrecke ins DLFF-0598 Und ich gelangte auch dorthin, wohin ich wollte. Doch die ersten 170 m entpuppten sich als alter Bahndamm mit groben Schotter und waren somit nur schwer begehbar. Da ich hoffte, an der nächsten Abzweigung bessere Wege vorzufinden, kehrte ich nicht um. Doch die nächsten 500 m entlang von Freiflächen waren so stark zugewachsen, dass ich den "Weg" nur anhand der Navigations-App finden konnte. Diese beiden Wegteile habe ich im Screenshot rechts blau und mit NO markiert. Wesentlich besser war der Weg innerhalb des Naturschutzgebiet. Anfang gab es nur 2 Fahrspuren, später sogar feinen Schotter. Wer diesen Teil des Naturschutzgebiets erkunden möchte, sollte daher unbedingt den breiten Weg am Südwestrand nutzen und hinter der Schranke ins NSG abbiegen. Bis dorthin sollte man auf der "Alten Plessaer Straße" und den bequemen Fahrweg entlang einer unterirdischen Gastrasse nutzen. Diesen Wegteil habe ich im Screenshot gelb und mit OK markiert. Entlang der Gastrasse gelangte ich auch durch das an den Röhrichtflächen erkennbare Grünewalder Luch. Der Weg sollte ausreichend breit sein, damit man am Rand auch eine Funkstation aufbauen kann. Außerdem gibt es diverse Jagdhochsitze, die man zwar nicht betreten darf, aber zumindest zum Befestigen eines Antennenmast und zum Abstellen der Station nutzen kann.
 
Panorama - Blick über den Seewaldsee
 
Ich steuerte die schmale Landverbindung zwischen dem 26,8 Hektar großen, bis zu 11 m tiefen Seewaldsee (Restloch 116) und dem etwa 110 Hektar großen Grünwalder Lauch an. Beides sind Tagebau-Restseen, wobei der Grünwalder Lauch (Restlochs 117) bereits bis 1971 zu einem Badesee umgestaltet wurde.
 
Tiefroter Zufluss zum Seewaldsee Doch kurz vorher stoppte ich an einem tiefrot gefärbten Zufluss zum See. Direkt an der mit einem gelben Geländer versehenen Brücke hat man vor einiger Zeit den Zufluss ausgebaggert und den Schlamm daneben abgeladen. Damit dieser im Wesentlichen aus Eisenhydroxid (Eisenocker) und Caliumsulfat (Gips) bestehende Schlamm nicht beim nächsten Regen wieder in den Zufluss geschwemmt wird, wurde ein kleiner Wall aus Kies errichtet. Zufluss und Absetzbecken am Seewaldsee Inzwischen ist der Schlamm getrocknet, sodass man in diesem Absetzbecken direkt an das Ufer des Seewaldsees gelangt.
 
Standort im DLFF-0598 Zum Aufbau der Station wählte ich die Stelle hier. 2 Birken dienten zum Befestigen des Masts und des Radials. Die Station stellte ich auf den Kieswall, der mir auch als Sitzgelegenheit diente. Zwar wehte zeitweise ein Geruch vom See herüber, der mich stark an Experimente mit Säure im Chemieunterricht meiner Schulzeit erinnerte, doch der Wind hielt die Mücken fern. Station im DLFF-0598 Bequem im Halbschatten der Bäume sitzend erreichte ich in 2⅔ Stunden auf 40, 30 und 20 m insgesamt 50 QSOs. Es waren überwiegend europäische Stationen, aber auf 20 m war auch eine an der Ostküste der USA dabei.
 
Vor dem Rückweg steuerte ich noch das Strandhaus nahe des Campingparks Grünwalder Lauch an. Doch die Schlange der Menschen, die nach einem simplen Eis anstanden, war mir zu lang. Daher setzte ich meinen Weg weiter fort, nicht ohne weiter nach möglichen Plätzen zum Aufbau einer Funkstation Ausschau zu halten. An der Brücke über den mit einer Ablaufsperre versehenen Zufluss vom Grünwalder Lauch gelangt man ebenfalls ans Ufer den Seewaldsees. Doch direkt neben einem breiten Fahrweg und in der Nähe zum Badestrand dürfte der Funkbetrieb zumindest innerhalb der Besuchersaison kein Vergnügen werden. Der Rückweg führte mich auch an dem von schmalen, aber dichten Baumstreifen bestandene Westufer des Seewaldsees entlang, an dem ich keinen Zugang entdecken konnte.
 
Am Verbindungslauf zwischen Seewaldsee und Grüner See befindet sich eine Bekalkungsanlage, mit der man den Säuregehalt zumindest des Grünen Sees in Grenzen halten will. Auch der durch die Bäume vom Fahrweg aus sichtbare Grüne See (Restloch 112) ist ein Überbleibsel des Tagebaus. Jedoch ist sein Wasser durch die Sulfat-Ionen des gelösten Caliumsulfats sehr saurer, sodass das Gewässer nicht als Badesee nutzbar ist. Außerdem ist der Zugang zum Seeufer verboten, da wahrscheinlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Böschung absackt. Nach insgesamt 15,4 km (↑ 40 m, ↓ 31 m) gelangte ich zum Bahnhof Plessa.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Der Loben DLFF-0597
 
31.5.2026: Im südöstlichen Teil des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft liegt das Naturschutzgebiet "Der Loben" DLFF-0597. Das Areal umfasst 5 Totalreservate: der namensgebende "Der Loben", das Reservat um die Seerosenteiche und 3 weitere. Außerdem befinden sich im NSG das "Alte Moor", ein Teil der "Hohenleipischer Wiesen" sowie ein Teil des Plessa-Lauchs. Derzeit ist das NSG 670 Hektar groß, doch eine Erweiterung nach Norden auf 1700 Hektar Schutzfläche ist vorgesehen.
 
Der Loben © BfN Strecke ins DLFF-0598 Ich startete die Wanderung am Haltepunkt Hohenleipisch bei bereits 20 °C. Es sollten noch 25 °C werden. Der Bahnhof ist alle 2 Stunden von Elsterwerda oder aus Richtung Jüterbog mit der Bahnlinie RE8 erreichbar. Entlang der Bahnlinie bog ich an der Brücke nahe des alten Bahnhofs in Richtung Naturschutzgebiet ab. Ein breiter Forstweg brachte mich südlich zu meinem Ziel: die Seerosenteichen. Die Teiche entstanden durch Torfabbau. Der dort gewonnene Torf wurde unter anderem für medizinische Kuranwendungen im nahegelegenen Moorbad Bad Liebenwerda genutzt. Nach der Aufgabe des Abbaus liefen die Gruben voll Wasser, wurden von der Natur zurückerobert und sind heute ein wichtiges Refugium für Seerosen, Moorfrösche und seltene Wasservögel.
 
Moorplattform an den Seerosenteichen Seerose Am südöstlichen Ende gibt es die etwa 2 × 3 m große, über einen Steg erreichbare "Moorplattform". Diese bietet eine sehr guten Blick über die Teiche. Prinzipiell wäre die Plattform gut zum Aufbau der Funkstation geeignet gewesen. Den Mast hätte ich am Holzgeländer befestigen können und Platz für das Funkgerät wäre auf den Holzplanken ausreichend gewesen. Doch wenn irgendetwas durch die recht breiten Lücken des Bodens gefallen wäre, wäre es für immer im Teich und Moor versunken.
 
Panorama - Blick über die Seerosenteiche
 
Daher ging ich auf dem flachen Damm an den Teichen weiter. An einigen Stellen des recht schmale Pfads musste ich sumpfige Bereiche überwinden. Doch je näher ich dem Waldrand kam, desdo trockener wurde der Weg auf dem Damm. An einigen Stellen waren noch schmale Holzschwellen eines ehemals wahrscheinlich zum Torfabbau genutzten Bahndamms zu sehen.
 
Standort im DLFF-0597 Station im DLFF-0597 Ein Stück weiter im Wald steht am Ende einer recht breiten Schneise ein Jagdhochsitz. Diesen nutzte ich zur Befestigung des Masts, bevor ich auf der überdachten Sitzbank die Station aufbaute. Auf 40 m war kaum eine freie Stelle zwischen den am CQ WW DX CW Contest teilnehmenden Stationen zu finden. Nach einer ¾ Stunde wechselte ich auf 30 m, erreichte aber nur 1 QSO. Auf 20 m konnte ich zwischen den Contest-Stationen nur 2 Verbindungen loggen, auf 17 m nur 1 QSO. Zwar waren nach dem Umschalten auf 40 m keine Conteststationen mehr hörbar, dafür aber das typische Knacken eines sich nähernden Gewitters. Da ich vom Gewitter nicht im Freien überrascht werden wollte, beendete ich nach einem letzten QSO den Funkbetrieb. Nach insgesamt 2⅓ Stunden standen 19 Funkverbindungen auf dem Notizzettel.
 
Für den Rückweg nutzte ich einen breiten Forstweg nördlich der Seerosenteiche. Leider war das in der Nähe des alten Bahnhofs liegende Sportlerheim nicht für Wanderer wie mich geöffnet. Daher ging ich nach einem kleinen Schlenker durch den Ort wieder in Richtung Bahnhof Hohenleipisch. Diesen erreichte ich nach insgesamt 9,3 km (↑ 57 m, ↓ 57 m).
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Der Loben DLFF-0597
 
Der Loben © BfN 6.6.2026: Nach dem G3-Sturm am Vortag sagte das SWPC nur langsam besser werdende Bedingungen und einen G1-Sturm vorher. Strecke ins DLFF-0598 So sollten mit 50 % Wahrscheinlichkeit kleine bis mäßige Radio-Blackouts (R1/R2) auftreten. Zumindest sollte es nicht regnen und nach einer mit 9 °C milden Nacht bei wechselnd bewölktem Himmel 24 °C warm werden. Daher fuhr ich noch einmal in das Naturschutzgebiet Der Loben DLFF-0597.
 
Plattform am Alten Moor Wollgras im Alten Moor Startpunkt für die Wanderung war wieder der Haltepunkt Hohenleipisch. Entlang des Bahndamms erreichte ich zuerst das Alte Moor. Über den Sonnentau-Steg gelangte ich auf eine große Plattform, die in das Moorgebiet hinein reicht. Sonnentau konnte ich nicht entdecken, dafür aber eine große Flächen mit Wollgras. Prinzipiell hätte ich auf der Plattform die Station aufbauen können. Doch sie lag voll in der Sonne und jeder durch die Lücken zwischen den Bohlen rutschende Gegenstand wäre im Moor versunken. Außerdem rasen die Schnellzüge auf ihrem Weg von Berlin nach Dresden nur knapp 100 m an der Plattform vorbei.
 
Panorama - Blick über das Alte Moor
 
Aussichtsturm Loben Blick vom Aussichtsturm auf das Moorgebiet Der Loben Daher ging ich weiter und bog etwas weiter in östlicher Richtung ab. Von dem als Rundweg ausgeschilderten, breiten Fahrweg erreicht man über einen schmalen Weg einen hölzernen Aussichtsturm. Leider steht der Turm laut diesem Link und der Karte des BfN nicht innerhalb des Naturschutzgebiets sondern einige Meter außerhalb. Außerdem ist die Aussichtsebene verglichen mit der Größe des Turms relativ klein ist und Südöstlicher Teil des Floßgrabens der Blickwinkel auf das Totalreservat "Der Loben" durch die Bäume am Rand begrenzt. Daher ging ich weiter. Nach einem Schlenker auf breiten Fahrwegen setzte ich meinen Weg auf einem Waldweg fort, den augenscheinlich nur der Jäger mit seinem Auto nutzt. Als einen der möglichen Stellen zum Aufbau der Funkstation hatte ich mit auf der Karte die Brücke über den Floßgraben markiert. Doch als ich dort bei Windstille ankam, umschwirrten mich viele Mücken - also ging ich weiter.
 
Standort im DLFF-0597 Da es in der Nacht vorher stark geregnet hatte, hielt ich immer Ausschau nach Jagdhochsitzen. Ein Stück weiter entdeckte ich am Rand des Naturschutzgebiets hier ein Exemplar, das mir zusagte. Neben einem trockenen Sitzplatz bot es noch ein Sonnendach. Außerdem waren dort oben kaum Mücken vorhanden. Den etwas schräg aufgestellten Mast band ich an einem der Standfüße und das Radial parallel zum Weg am Stamm einer großen Kiefer fest. Station im DLFF-0597 Wie zu erwarten waren die Bedingungen auf den Bändern alles andere als gut. So konnte ich auf 40, 30 und 20 m innerhalb von 2¼ Stunden lediglich 13 Verbindungen loggen. Auf 17 m war ein zum alten Woodpecker ähnliches, sehr lautes Signal vom Bandanfang bis etwa 18095 kHz zu hören und somit nicht an Funkbetrieb zu denken.
 
Krügers Tongruben Wieder auf dem Rundweg bog ich noch einmal ab, um mir Krügers Tongruben anzusehen. Bevor die ab 1960 nicht mehr genutzten Gruben voll Wasser liefen, wurde dort qualitativ hochwertiger Ton abgebaut Seerose und in den Töpfereien im Ort verarbeiteten. Beide Teiche sind heutzutage als Anglergewässer ausgewiesen. In der Mitte des großen Teichs und auch an ein paar Stellen nahe des Ufers wachsen rote Seerosen. Nach insgesamt 10 km (↑ 40 m, ↓ 40 m) erreichte ich wieder den Haltepunkt Hohenleipisch. Die 40 m Höhenunterschied sind überwiegend dem Klosterberg geschuldet, der zwischen dem neuen Haltepunkt und dem alten Bahnhof liegt. Der Rest der Strecke war nahezu eben.
 
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Spreewiesen südlich Beeskow DLFF-0513
 
Spreewiesen südlich Beeskow © BfN 21.6.2026: Nach den starken Gewittern vom Vortag sollte es zumindest bis zum Abend niederschlagsfrei bleiben. Jedoch wurden nach einer Nacht mit 18 °C bei wechselnd bewölktem Himmel bis 31 °C vorhergesagt. Daher begann ich die Tour früh und zu einem auf relativ kurzem Weg erreichbaren Gebiet.
 
Strecke ins DLFF-0513 Ziel war das 487 Hektar große Naturschutzgebiet Spreewiesen südlich Beeskow DLFF-0513. Es befindet sich, wie der Name schon vermuten lässt, südlich der Stadt Beeskow. Das Areal umfasst einen Teil der Anfang des 20. Jahrhundert begradigten und verbreiterten Spree. Bei diesen Arbeiten, durch die die Spree erst schiffbar wurde, blieben viele der alten Flussschlingen erhalten. Ich startete die Wanderung am Bahnhof Beeskow, der von Königs Wusterhausen und Frankfurt (Oder) aus stündlich mit der RB36 erreichbar ist. Nach einem kurzen Stück durch die Stadt nutzte ich die relativ ruhige Lübbener Chaussee, die einen parallel verlaufenden Fahrradweg hat. Etwa 500 m hinter dem Kinder & Jugend Erlebnishof Beeskow zweigt ein Naturlehrpfad ab. Auf diesem Pfad steuerte ich das Ufer der Spree an.
 
Panorama - Blick über die Spree zu den Spreewiesen
 
Standort im DLFF-0513 Kurz vor der Spree steht direkt am Naturlehrpfad ein massiver Holzunterstand mit Wänden, von dem man einen guten Ausblick auf die Spreewiesen hat. Dieser scheinbar auf keiner Karte vermerlte Unterstand wäre für die Aktivierung geeignet gewesen. Ich ging jedoch weiter, denn ich hatte während der Vorbereitung einen besseren Platz entdeckt. Direkt am Ufer der Spree befindet sich ein Picknicktisch. Diesen nutzte ich zum Aufbau der Station. Den Mast befestigte ich so am Fuß des Tisches, dass der Antennendraht nicht am Metalldach anlag. Das Radial spannte ich quer über den Tisch zu einem der vielen Bäume.
 
Station im DLFF-0513 Vorhersage am 21.6.2026 © SWPC Im Schatten ließ es sich trotz hoher Temperatur gut aushalten, zumal ein leichter, vom Fluss her wehender Wind die Mücken vertrieb. Die Funkbedingungen waren jedoch nicht so gut, wie es der Kp-Index angab. Zutreffender war die Vorhersage des SWPC. Die mit 35 % Wahrscheinlichkeit vorhergesagten kleinen (minor) und mittleren (moderate) Radio-Blackouts (R1/R2) konnte ich auch auf den Bändern beobachten. So erreichte ich zwar anfangs in 1 Stunde 30 QSOs, doch in der nächsten Stunde nur 5 QSOs. Nach 2½ Stunden beendete ich den Funkbetriebjedoch mit insgesamt 37 Verbindungen auf 40, 30 und 20 m im Logbuch. Auf 17 m blieben meine CQ-Rufe unbeantwortet.
 
Panorama - Blick über die Spreewiesen zum Altarm der Spree
 
Altarm der Spree Wieder auf der Lübbener Chaussee bewegte ich mich auf dem Rückweg möglichst am Rand des Naturschutzgebiets. Dabei entdeckte ich hinter dem Erlebnishof einen Weg, auf dem man hier direkt an einen der Altarme innerhalb des Naturschutzgebiets gelangt. Außerdem machte ich noch einen Umweg auf die Spreeinsel. Dort befindet sich unter anderem die Burg Beeskow (WCA DL-00059, BRB-009). Burg Beeskow In der Burg gibt es das Café & Restaurant Cucina Verde, in dem ich mich mit 2 Stücken Kuchen und einer große Tasse Kaffee stärkte. Während ich am frühen Nachmittag in der Burg saß, zog ein Gewitter auf, dass erst am Abend eintreffen sollte. Zum Glück blieb es bei Blitzen und es vielen nur einzelne Regentropfen. Nach insgesamt 8,7 km (↑ 6 m, ↓ 6 m) erreichte ich wieder den Bahnhof Beeskow.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Tiergarten DLFF-0265
 
27.6.2026: Das Naturschutzgebiet Tiergarten DLFF-0265 ist ein heutzutage 158 Hektar großes Areal. Die Anfänge des Tiergartens gehen auf König Friedrich Wilhelm I. zurück, der 1725 in einem damals 900 Hektar großen Waldgebiet nahe seines Jagdschlosses einen Tiergarten und Gehegen anlegen ließ. Tiergarten © BfN Ab 1918 entwickelte sich der Wald zu einem beliebten Ausflugsziel der Berliner. Strecke ins DLFF-0265 Laut Wikipedia wurde der Tiergarten mit den teils 270 Jahre alten Eichen erstmals 1930 unter Naturschutz gestellt. Seit 1995 umfasst das neugebildete Naturschutzgebiet den Krebssee, die Streuobstwiese, das Senziger Luch und die Spanwiesen. Es wird vom Fanggraben durchflossen, der sich vom Zeesener See im Süden bis zu dem hier Staabe genannten Abschnitt der Dahme erstreckt.
 
Vorhersage am 27.6.2026 © SWPC Das SWPC hatte mit 50 % Wahrscheinlichkeit kleine (minor) und mittlere (moderate) Radio-Blackouts (R1/R2) vorhergesagt. Der Kp-Index lag laut GFZ im Aktivierungszeitraum bei 1 bis 2. Und N0NBH gab schlechte (poor) Bedingungen auf 40 m an, und gute (good) ab 30 m aufwärts an. Das bedeutete für mich, dass ich zwar Verbindungen erreichen konnte, jedoch mit mehr oder weniger großen Lücken.
 
Blick von der Spitze des Husarenecks Richtung Dahme Da die Temperatur nach einer mit 18 °C recht warmen Nacht noch bis auf 39 °C steigen sollte, begann ich die Wanderung relativ früh. Startpunkt war der gut erreichbare Bahnhof Königs Wusterhausen. An dessen Westseite beginnt der Kirchenstieg, den ich fast bis zum Rand des Naturschutzgebiets nutzte. Nach einem kurzen Stück auf dem Uferweg entlang der Staabe erreichte ich das Husareneck. Das ist die Bezeichnung einer schmalen, dicht bewaldeten Halbinsel mit der Staabe auf der einen Seite und dem Krimnicksee auf der anderen. Nach ein paar Fotos ging ich weiter.
 
Panorama - Blick über den Krimnicksee
 
Standort im DLFF-0265 Entlang des Krimnicksees gibt es ebenfalls einen breiten Weg und mehrere Stellen, an denen man bis ans Ufer kommt. An einer Stelle trocknete sich gerade ein Mann nach einem Bad im See ab, während sein Hund ununterbrochen kläffte. An einen ruhigen Funkbetrieb war in dessen Nähe nicht zu denken. Als ich ein Stück weiter einen Fotostopp machte, überholte mich der Mann mit dem nun völlig ruhigen Hund. Da mir die Stelle beim Vorbeigehen gut zum Aufbau der Station geeignet erschien, ging ich das kurze Stück zurück. Dort liegt ein langer, alter Eichenstamm und es gibt eine große Lücke im Schilfgürtel. Den Mast befestigte ich an einer dicken Eiche, das Radial spannte ich zu einer zweiten. Bequem im Halbschatten baute ich hier die Station auf. Durch den leichten Wind, der über den See wehte, war selbst die hohe Temperatur auszuhalten.
 
Als ich den Funkbetrieb beginnen wollte, stellte ich fest, dass ich weder Notizzettel noch Stift mitgenommen hatte, um die QSOs im Log festzuhalten. Lediglich ein Smartphone hatte ich dabei. Doch auf diesem ist neben der Navigations-App auch ein E-Mail-Programm installiert. Daher tippt ich alle Angaben als E-Mail-Text ein. Da zumindest die Tastatur meines Smartphones das Umschalten von Buchstaben auf Ziffern/Zeichen und zurück erfordert, gestaltete sich das Loggen schwierig, aber machbar. Wie zu erwarten erreichte ich auf 40 m nur mit großen Lücken Stationen. Nach dem Wechsel auf 30 m konnte ich nur 1 QSO festhalten und auf 20 m waren es auch nur 2. Auf 17 m rief ich erst gar nicht CQ. Nach 2 Stunden beendete ich mit insgesamt 23 erreichten Stationen den Funkbetrieb. Überwiegend waren es Stationen aus Mitteleuropa, aber ich erreichte auf 20 m auch eine an der Ostküste der USA.
 
Fanggraben Nordende des Senziger Luchs Den Rückweg absolvierte ich seeeehr langsam, da die Temperatur inzwischen weiter gestiegen war. Auf dem Weg nach Südosten querte ich die relativ stark befahrene Landstraße L40. Vom Senziger Luch war zumindest hinter der Holzbrücke über den Fanggraben am nördlichsten Ende etwas zu sehen. Hinter der Steuobstwiese wollte ich einen Blick auf den Krebssee werfen. Doch der ist von einem dichten Wald Birken und Eichen umgeben, durch die ich die offene Wasserfläche nur erahnen konnte. Streuobstwiese Die Wege im Naturschutzgebiet verliefen, von einem Stück an der Streuobstwiese abgesehen, im Schatten spendenden Wald. Als ich das NSG verlassen hatte nutzte ich für das letzte Stück eine Straße parallel zu den Bahngleisen. Nach 6,3 km auf nahezu ebenen Wegen (↑ 2 m, ↓ 2 m) erreichte ich wieder den Bahnhof Königs Wusterhausen.
 
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Tiergarten DLFF-0265
 
Tiergarten © BfN 5.7.2026: Da die Temperatur gegenüber dem Wert 8 Tage vorher wesentlich niedriger liegen sollte und nur noch 24 °C vorhergesagt wurden, unternahm ich noch einmal eine Tour ins Naturschutzgebiet Tiergarten DLFF-0265. Strecke ins DLFF-0265 Als Startpunkt wählte ich wiederum den gut erreichbaren Bahnhof Königs Wusterhausen. Ich folgte dem Kirchenstieg auf der Westseite des Bahnhofs bis zum Siedlerweg. Diesem folgend querte ich die Landstraße L40 und erreichte nach einem kurzen Stück den Rand des Naturschutzgebiets.
 
Standort im DLFF-0265 Da für den Vormittag immer wieder kurze Niederschläge vorhergesagt wurde, hatte ich mir bereits zu Hause eine Stelle ausgesucht, an der ich zumindest halbwegs vor Regen geschützt wäre. An der Streuobstwiese gibt es mehrere Unterstände, von denen ich diesen hier nutzte. Station im DLFF-0265 Auf dem Hinweg fiel nur Nieselregen. Als ich beim Aufbau der Station war, kam der erste stärkere Schauer. Zwar war das Holzdach nicht mehr absolut dicht, doch ich schob die Stationsausrüstung einfach an eine Stelle des großen Tischs, an der keine Tropfen durchkamen. Den Akkumulator deckte ich zusätzlich ab.
 
Vorhersage am 5.7.2026 © SWPC Das SWPC hatte mit 75 % Wahrscheinlichkeit kleine (minor) und mittlere (moderate) Radio-Blackouts (R1/R2) vorhergesagt. Ich war also darauf eingestellt, dass es Phasen bis zu einigen Zehn Minuten geben würde, in denen absolut nichts geht. Ich machte es mir also bequem und begann mit den CQ-Rufen. Zwischen den "Ruhephasen" waren für kurze Zeit immer wieder einmal Funkverbindungen möglich. Dann war wieder minutenlang Stille. Am Ende standen nach knapp 4 Stunden Funkbetrieb auf 40, 20, 15 und 10 m insgesamt lediglich 27 QSOs auf dem Papier-Log, wobei mir auf 15 und 10 m niemand geantwortet hatte.
 
Junges Weibchen der Großer Blaupfeil genannten Libelle Inzwischen hatte der Niederschlag aufgehört und die Sonne schien immer stärker zwischen den Wolken hindurch. Auf dem Holzbalken 0,5 m neben mir verspeiste ein Großer Blaupfeil genüsslich eine wirklich dicke Fliege. Lediglich deren Flügen und Beine ließ sie unbeachtet zu Boden fallen. Danach ruhte sich die große Libelle in der Sonne aus. Sie ließ sich dabei auch nicht stören, als ich ihr bis auf wenigen Zentimeter mit dem Fotoapparat nah kam. Für den Rückweg zum Bahnhof nutzte ich anfangs den Naturlehrpfad am Rand des Naturschutzgebiets. Hinter der Landstraße L40 ging ich weiter durch ein Grüngebiet und danach weiter auf dem Kirchenstieg. Nach 3,2 km auf nahezu ebenen Wegen erreichte ich wieder den Bahnhof Königs Wusterhausen.
 
Schloss Königs Wusterhausen, WCA DL-04115 Bevor ich die Rückfahrt antrat, sah ich mir auf einem 1,6 km langen Rundweg unter anderem noch das Schloss Königs Wusterhausen (WCA DL-04115, BRB-120) an. Kavalierhäuser am Schloss Königs Wusterhausen Es wurde im 14. Jahrhunderts als Wasserburg erbaut. In der Renaissance gestaltete man den bis heute erhaltene Hauptbau dem Stil der Zeit folgend um. Nach 1698 nutzte König Friedrich Wilhelm I. das Anwesen bevorzugt als Jagd- und Herbstresidenz. Näheres zu dem zu dieser Zeit errichteten Tiergarten ist bei der vorherigen Aktivität zu lesen. In dem nordwestlich gelegenen Kavalierhaus hat man in der ehemaligen "Königlichen Zuckerbäckerei" heutzutage das gemütliche Schlosscafé eingerichtet. Dort genoss ich eine große Tasse Kaffee und 2 leckere Stücke Kuchen, bevor ich zum 2. Mal an diesem Tag den Bahnhof Königs Wusterhausen ansteuerte.
 
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Neuenhagener Mühlenfließ DLFF-0719
 
Neuenhagener Mühlenfließ © BfN 11.7.2026: Vor den Toren Berlins liegt südlich der Gemeinde Hoppegarten das 2003 unter Schutz gestellt, 121 Hektar große Naturschutzgebiet Neuenhagener Mühlenfließ DLFF-0719. Es erstreckt sich vom Norwesten über den Süden bis zum Westen hin um die Galopprennbahn Hoppegarten. Da die Temperatur bei nur wechselnd bewölktem Himmel bis auf 27 °C steigen sollte, hatte ich mir bereits zu Hause auf einer Karte einige schattige Plätze zum Aufbau der Station ausgesucht.
 
Strecke ins DLFF-0719 Startpunkt der Wanderung war der S-Bahnhof Birkenstein. Der kürzeste Weg von dort zum Naturschutzgebiet führt entlang der Landstraße L339 (Neuer Hönower Weg). Am Friedhof bog ich zu dem auch als Schloss bezeichneten Gutshaus Dahlwitz ab. Es wurde ab 1855 erbaut. Der dahinter liegende Gutspark wurde bereits 1821 bis 1827 nach Plänen von Lenné angelegt. Der Park ist laut Parkordnung am Eingang Privatbesitz, aber öffentlich zugänglich. Das Gutshaus selbst ist durch einen Bauzaun vom Park getrennt. Im Park gibt es entlang der Wege mehrere Sitzbänke, von denen ich eine im Schatten stehende Bank zum Aufbau der Station wählte. Nachdem ich den Antennenmast an der Bank festgebunden hatte, ohne diese zu beschädigen, wurde ich von einem Herren aufgefordert, damit aufzuhören, da ich wiederrechtlich eingedrungen wäre. Er ging erst, als ich ihm versicherte, den Mast unverzüglich abzubauen und in 5 Minuten verschwunden zu sein. Laut Parkordnung vertritt der Hausmeister die Eigentümer im Rahmen des Hausrechts und seinen Anweisungen ist Folge zu leisten.
 
Panorama - Blick über die Wiesen am Zochegraben
 
Nachdem ich den Gutspark auf kürzestem Weg wieder verlassen hatte, ging ich weiter auf Straßen um diesen herum. Wie weit der Gutspark reicht, verdeutlichen die auch an den anderen Zugängen angebrachten Schilder mit der Parkordnung. In Richtung Median-Klinik kam ich zwar durch ein Waldgebiet, dass innerhalb des Naturschutzgebiets liegt, sich aber aufgrund des dichten Baumbestands kaum für den Funkbetrieb eignet. Der östliche Parkplatz der Klinik liegt ebenfalls im NSG. Doch da befürchtete ich, von dort ebenfalls vertrieben zu werden, da ich mich ja auf dem Klinikgelände befand, ging ich entlang der Rennbahnallee weiter. Von dort zweigt ein schmaler Wanderweg durch die Wiesen am Zochegraben ab, der mit einem blauen Strich auf weißem Grund gekennzeichnet ist. Dabei handelt es sich um den Europäischen Fernwanderweg E11, der in diesem Abschnitt auch Teil des Erpetal-Wanderwegs ist.
 
Standort im DLFF-0719 Am nordwestlichen Rand des Schutzgebiets gibt es eine Sitzbank und einen Unterstand. Ich wählte Letzteren, da er ein Dach (Sonnenschutz) besitzt. Den Mast band ich an einem der Balken des Unterstands fest. Das Radial spannte ich zum Zaun, der ein Gebäude der Wasserwerke umgibt. Station im DLFF-0719 Die Funkbedingungen waren anfangs gut, wurden aber schnell schlechter, wie ich an den erhaltenen Rapporten erkannte. Diesmal rief ich nur auf 40 und 20 m CQ. Am Ende standen nach knapp 3½ Stunden Funkbetrieb 27 QSOs auf dem Papier-Log.
 
Auf dem Rückweg setzte ich meinen Weg am Rand des Naturschutzgebiets bis zu dem bereits am Morgen angesteuerten Friedhof fort. Von dort nutzte ich abermals den Gehweg entlang der Landstraße L338, sodass ich nach 6,5 km (↑ 17 m, ↓ 17 m) wieder am S-Bahnhof Birkenstein ankam.
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Neuenhagener Mühlenfließ DLFF-0719
 
Neuenhagener Mühlenfließ © BfN 12.7.2026: Obwohl die Temperatur bei sonnigem Himmel noch auf 30 °C steigen sollte, fuhr ich am Nachmittag noch einmal ins Naturschutzgebiet Neuenhagener Mühlenfließ DLFF-0719. Diesmal hatte ich mich bei der Vorbereitung hinsichtlich der möglichen Standorte noch genauer informiert als für die einen Tag vorher. Ich begann die Wanderung am S-Bahnhof Neuenhagen (bei Berlin). Entlang der Bahnstrecke (Wiesenstraße) gibt es mindestens 2 Stellen, an denen man zwischen den Grundstücken bis ins Naturschutzgebiet kommt, bei einer davon sogar auf einer Zufahrtsstraße. Strecke ins DLFF-0719 Ich bog jedoch erst am Elsenweg nach Süden ab. Direkt am Weg stehen am Rand einer schmalen Baum/Strauchreihe 2 Sitzbänke.
 
Standort im DLFF-0719 Eine weitere gibt es an dem hier auch Erpe genannten Neuenhagener Mühlenfließ. Achtung! Das Erpetal DLFF-0225 liegt etwa 4 km südwestlich. Die an der Brücke stehende Sitzbank nutzte ich zum Aufbau der Station, da sie im Schatten großer Bäume liegt. Den Mast befestigte ich leicht schräg stehend an einem kleinen, daneben stehenden Bäumchen und das Radial an einem der mächtigen Bäume am Fließ. Da das nächste Wohnhaus nur 45 m entfernt stand, war ich über den Störpegel auf 40 m nicht verwundert. Erst als ich eine Frequenz relativ weit ab des WWFF-Zentrums gefunden hatte, gibt es besser. Neuenhagener Mühlenfließ Am Ende wechselte ich noch einmal auf 20 m, wo wesentlich weniger Störungen zu verzeichnen waren. Nach 2 Stunden standen 10 Funkverbindungen auf dem Papier-Log.
 
Anfangs weiter auf dem Elsenweg nutzte ich für den Rückweg danach den Westring. Kurz vor der Kleiststraße bog ich auf den wirklich schmalen Liebermannweg ab, der zwischen den Häusern dieser Straße und dem Naturschutzgebiet entlang führt. Je näher ich dem Freibad Neuenhagen kam, desto lauter wurde es. Das war an einem Wochenende, dass außerdem in den Schulferien lag, nicht verwunderlich. Der relativ breite, gut gepfasterte Goetheweg, der vom Freibad zum Bahnhof führt, wäre zwar auch für den Aufbau einer Station geeignet. Doch dort wäre zumindest in der Badesaison nicht an einen ruhigen Funkbetrieb zu denken. Nach 2,3 km (↑ 6 m, ↓ 6 m) erreichte ich wieder den S-Bahnhof Neuenhagen (bei Berlin).
 
Ausrüstung: Elecraft K1 mit 5 W Sendeleistung in CW; 9 m Vertikal mit 9 m Radial (Up & Outer) an 10-m-Mast
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Bestätigungen
 
Prinzipiell sind für die Beantragung von DLFF- und WWFF-Diplomen keine QSL-Karten erforderlich. Jeder Funkamateur lässt statt dessen die QSO-Daten in eine Datenbank laden, was ich jeweils in der Woche nach der Aktivierung auch machte. Jedoch weiß ich in der Regel nicht, ob meine Gesprächspartner ebenfalls diesen Service nutzen. Vielleicht haben sie mit dem DLFF- oder WWFF-Programm gar nichts am Hut und das QSO aus einem völlig anderen Grund geführt.
 
QSL-Karte DK3RED Daher habe ich zeitnah nach jeder Aktivierung QSL-Karten ausgefüllt und über das DARC-Büro versendet. Ausnahme waren die QSO-Partner, von denen ich selbst für ältere QSOs bisher keine QSL-Karte erhalten hatte. Bei diesen Funkamateuren nehme ich an, dass sie in keinem Funkverband organisiert sind und daher keine QSL-Karten übers QSL-Büro versenden oder empfangen können. Eventuell bestätigen sie auch generell keine QSOs mit einer QSL-Karte. In beiden Fällen ersparte ich mir das Ausfüllen und Versenden einer QSL-Karte.