Hier finden Sie meine aktuellen Nachrichten und Informationen, die den Amateurfunk betreffen, sowie im Archiv die seit 2004 veröffentlichten Texte.
Linie SOTA-Aktivität in Liechtenstein
14. bis 21. Juli 2018
 
SOTA-Logo Zum mittlerweile 9. Mal fuhr ich nach Liechtenstein, um dort Erholung und Hobby miteinander zu verbinden. Und wieder hatte ich mir den Sommer als Reisezeit ausgesucht, wie bei meiner ersten Reise vor 6 Jahren. Diesmal hatte ich mir jedoch das Ziel gesetzt, nicht nur die Unterkunft als Standpunkt für die Funkstation zu nutzen, sondern auch im Rahmen des SOTA-Programms von möglichst viele Gipfel aktiv zu werden. Auf der Liste der Association HB0 - Liechtenstein stehen 9 Gipfel. Alle Gipfel konnte ich nicht erreichen, da dazu die Zeit und meine Kondition nicht reichten. Am Ende waren es 3 aktivierte Gipfel.
Panorama − Blick vom Ferchenegg ins Rheintal
 
Helwangspitz SOTA HB0/LI-011 − ruhig und gut erreichbar
 
Blick vom Bargellasattel zum Helwangspitz Gipfel des Helwangspitz samt Kasten mit Gipfelbuch Wer ohne zusätzliche Wanderung auf den Helwangspitz gelangen möchte, begibt sich bis Gaflei. Bis dorthin fährt die Buslinie 22 von LIEmobil. Dort ist auch ein großer Parkplatz vorhanden, der sich zum Abstellen des Autos eignet. In mehreren Serpentinen geht es auf einem breiten Fahrweg vom Parkplatzes Gaflei (1483 m) zur Alp Bargella (1663 m) und weiter bis zum Bargellasattel (1742 m). Von dort geht es auf einem schmaleren Wanderweg zum Kamin (1937 m). Für die 2,9 km lange Strecke von Gaflei bis zum Kamin sind am Wegweiser 1 Stunde 15 Minuten angegeben − ich benötigte 20 Minuten mehr.
Blick vom Helwangspitz zum Alpspitz Doch bitte nicht den Kamin hinuntergehen. Es geht dort weiter, wo das rot-grüne Schild "Winterruhezone" steht. Blick vom Helwangspitz ins Samina- und Valünatal Die restlichen etwa 400 m führen durch einen dichten Bestand von Legföhren (Krüppelkiefern) auf einem schmalen nicht markierten Weg, für den man nochmals etwa 20 Minuten benötigt. Auf dem Gipfel des Helwangspitz, SOTA HB0/LI-011 in 2000 m Höhe gibt es kein Gipfelkreuz, dafür jedoch ein Gipfelbuch. Blick vom Helwangspitz zum Kuhgrat Achtung: Die nördliche Seite des Gipfels fällt steil ab. Die andere Seite fällt eher leicht ab und ist mehr oder weniger dicht mit Legföhren bestanden. Um den Gipfel herum gibt es jedoch mehrere freie Stellen, die sich zum Aufbau der Funkstation eignen. Ich suchte mir eine mit Gras bewachsene Fläche und befestigte den Antennenmast und die Drähte an den umstehenden Legföhren. Der Gipfel wird nur von wenigen Wanderern angelaufen, da diese scheinbar meist am Kamin zum Alpspitz (1997 m) abbiegen. Zugegeben bietet sich von dort eine gute Aussicht ins Rheintal − damit kann der Helwangspitz nicht aufwarten.
 
Eschnerberg SOTA HB0/LI-012 − zwei Tage bis zum Gipfel
 
Zwischen der schroffen Gipfelkette mit den Drei Schwestern im Osten und dem Rhein als Grenzfluss im Westen ragt ein Gebirgszug aus dem flachen Unterland von Liechtenstein. Auf ihm liegt die kleine Gemeinde Schellenberg. Von einem gleichnamigen Gipfel, so wie in der SOTA-Datenbank angegeben, ist auf den Wegweisern jedoch nichts zu finden. Nur die Ortsteile Hinterer Schellenberg, Mittlerer Schellenberg und Vorderer Schellenberg sind angegeben. Ich dachte, dass ich mir die Position von den Karten her gut eingeprägt hatte: am Nordostende des Gebirgszugs, kurz vor der Grenze zu Österreich und kurz vor dem Weg abwärts. Doch obwohl ich den richtigen Bereich erreichte und anschließend über verschiedene Wege des oben relativ ebenen Gebirgszug lief, entdeckte ich keinen Gipfel gleichen Namens. So beendete ich die Aktion enttäuscht und ohne ein QSO im Logbuch.
Gipfelfläche auf dem Eschnerberg Wieder in der Unterkunft angekommen, sah ich ich mir das Kartenmaterial auf SOTA Map noch einmal genauer an und studierte auch die Beschreibungen des Historischen Höhenwegs, dessen Informationstafeln ich gesehen hatte. Und ich erkannte, dass der Gebirgszug und der höchste Gipfel den Namen Eschnerberg trägt und nicht Schellenberg. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass die SOTA-Webseite den gültigen Gipfel zwar an der richtigen Stelle, jedoch mit falschem Namen angibt. Auf den Karten von SchweizMobil, OpenTopoMap und OpenStreetMap ist der Name korrekt vermerkt, jedoch die Höhe 1 Meter niedriger mit 697 m. Die Wanderkarte des Fürstentums Liechtenstein im Maßstab 1:25000 gibt hingegen 698 m an. Ich habe den Association Manager schon gebeten, den Namen zu ändern.
Ich und die Station auf dem Eschnerberg Am zweiten Tag startete ich den nächsten Versuch − wieder mit der Funkstation im Rucksack. Der nur 2 km lange "Aufstieg" begann an der Haltestelle Sägaplatz der Buslinien 32, 33 und 35 von LIEmobil auf 640 m, an der es auch einen recht großen Parkplatz gibt. Von dort folgt man dem Weg zur Oberen Burg Schellenberg (664 m). Ein kurzer Sprung hinauf lohnt sich, auch wenn nur noch wenige Mauern vorhanden sind. Der Eintritt ist frei. Am Fuß der Ruine befindet man sich nun schon auf dem historischen Höhenweg (siehe oben). Er führt zu der nach Feldkirch hin steil abfallenden Felskante und weiter oben entlang. Auf dem Weg Richtung Nordost sollte man sich auch den Findling ansehen, der unweit des Wegs auf dem Grantenstein (695 m) liegt.
Eine gute Orientierung, um den Gipfel zu finden, ist anhand der Informationstafeln möglich. An der Tafel "Föhren-Eichenmischwald" zweigt nach links ein breiter Fahrweg in den Wald ab, während man dem Wanderweg an der Felskante folgend nach wenigen Metern den Aussichtspunkt an der Tafel "Kulturraum-Feldkirch" erreicht. Dort bietet sich eine gute Aussicht auf das Unterland und auf Feldkirch.
Blick vom Eschnerberg Richtung Feldkirch Wer sich an diesem Punkt umdreht, steht vor einer im Sommer dicht bewaldeten und daher kaum als Gipfel erkennbaren Erhebung. Das ist der höchste Punkt, der irrtümlich als Schellenberg angegebene ist: der Eschnerberg, SOTA HB0/LI-012, mit 698 m Höhe, der 1 Punkt in der SOTA-Wertung bringt. Doch man muss ihn nicht vom Aussichtspunkt aus begehen, denn es gibt einen Trampelpfad hinauf, der an der Weggabelung wenige Meter vorher beginnt. Der Weg führt über den Gipfel hinweg und Richtung Österreich an einem Grenzstein vorbei wieder hinunter.
Der Gipfel ist sehr flach, bewaldet und nicht spektakulär. Ein Gipfelkreuz sucht man vergebens, ebenso einen Gipfelstein − jedenfalls habe ich keinen entdecken können. Ich nutzte zum Aufbau der Station einen Platz zwischen nicht ganz so dicht stehenden Bäumen. Dann erreichte mich das schon angekündigte Wärmegewitter, sodass ich die Station abdeckte und in Regenjacke und -hose schlüpfte. Erst nach 45 Minuten war wieder an Funkbetrieb zu denken, auch wenn es anfangs noch kräftig im Kopfhörer krachte. Wer nicht auf dem Waldboden sitzen möchte, kann auch die Holzbank am Aussichtspunkt nutzen, denn die liegt nur etwa 3 m tiefer und somit innerhalb des für SOTA gültigen Bereichs von 25 m unterhalb des Gipfels.
Für den Rückweg kann man denselben Weg nutzen oder die als "Rundweg 1" bezeichnete Wegstrecke des historischen Höhenwegs vollenden.
Panorama − Blick vom Schönberg auf Galinakopf (links), Ochsenkopf (Mitte) und Bergkette (rechts hinten) mit Augstenberg, Grauspitz und Falknis
 
Schönberg SOTA HB0/LI-009 − grandiose Aussicht
 
Der Schönberg lässt sich über mehrere Wege erreichen. Ich startete meinen Aufstieg in Malbun. Dort beginnt nahe der Friedenskirche auf 1600 m ein bequemer Wanderweg zum Schönberg. Auf ihm geht es am Sass (1725 m) vorbei zur Weggabelung am Sassfürkle (1786 m).
Blick zum Schönberg Gipfelkreuz auf dem Schönberg samt Kasten mit Gipfelbuch Nachdem man von dort das Obersäss und den Grat überquert hat, ist der runde Gipfel des Schönberg schon sichtbar. Wer will, der kann auch einen Weg entlang der Felswände der Drei Kapuziner wählen. Ich nutze einen direkteren Weg, der anfangs eher ein Wildpfad ist und der später schräg über die Weiden der Alp Guschg zum Gipfel führt.
Funkstation kurz unterhalb des Gipfels auf dem Schönberg Der Gipfel des Schönberg, SOTA HB0/LI-009 mit 2050 m Höhe fällt nach Norden und Nordwesten steil ab. Für den Aufbau der Funkstation nutzte ich eine Vertiefung auf der Weide. Leider kamen hier nur sehr langsam die für eine SOTA-Aktivierung mindestens erforderlichen Funkverbindungen zu stande. Für den Abstieg nutze ich wiederum den Weg über die Weiden zum Sassförkle und weiter nach Malbun.
Panorama − Blick vom Schönberg Richtung Rhein und die Bergkette von Helwangspitz bis Drei Schwestern
 
Stationsausrüstung
 
Als Stationsausrüstung waren ein Elecraft KX3, eine Multibandantenne und ein 6 m GFK Portabel-Mast mit im Rucksack. Startpunkt war stets das in den Vorjahren genutzte Berggasthaus Sücka auf 1402 m Höhe.
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Archiv
 
− SOTA-Aktivität in Liechtenstein, 14. bis 21. Juli 2018
− Weiße Weihnacht in den Bergen, 22. Dezember 2017 bis 6. Januar 2018
− Drei Gipfel in zwei Tagen − SOTA im Schwarzwald, 1. und 2. Oktober 2017
− 11. Schwarzwaldtreffen der QRPer und Selbstbauer, 30. September 2017
− Jersey − Englische Sprache und Französisches Flair, 10. bis 17. Juni 2017
− Nordlichter und Amateurfunk, 20. bis 25. März 2017
− Jahresausklang in Liechtenstein, 17. Dezember 2016 bis 1. Januar 2017
− Auf die Plätze (Berge), fertig, los!, 2. und 3. Oktober 2016
− 10. Schwarzwaldtreffen der QRPer und Selbstbauer, 1. Oktober 2016
− Unterwegs in Liechtenstein, 10. bis 25. Mai und 12. bis 20. September 2015
− Zwischen den Jahren in Liechtenstein, 21. Dezember 2014 bis 3. Januar 2015
− Wandern auf den Azoren, 14. bis 25. Mai 2014
− Jahreswechsel in Liechtenstein, 21. Dezember 2013 bis 5. Januar 2014
− 7. Schwarzwaldtreffen der QRPer und Selbstbauer, 5. Oktober 2013
− Highland, Lochs und Castles − unterwegs in Schottland, 17. bis 30. August 2013
− Berge, Schnee und eine Funkstation, 12. bis 27. Januar 2013
− Wandern im Fürstentum Liechtenstein, 14. bis 29. Juli 2012
− Rund um den Brocken − Unterwegs im Oberharz, 14. bis 29. Januar 2012
− Unterwegs auf Wasserwellen und Funkwellen, 16. bis 22. Juli 2011
− Kreide, Steine, Wind und Wellen − als Funker auf Rügen, 9. bis 25. April 2011
− Rund um Island, 15. bis 28. Juli 2010
− Feuerland − am Ende der Welt, 19. Dezember 2009 bis 4. Januar 2010
− Wildblumen in der Wüste Südafrikas, 21. August bis 5. September 2009
− Altstadtfest in Nauen − Amateurfunk sichtbar gemacht, 9. Mai 2009
− Bastelwochenende in Jessern, 24. bis 26. April 2009
− Sand und mehr − Sandsation in Namibia, 14. bis 29. März 2008
− Andorra − Unterwegs in den Pyrenäen, 25. Juli bis 3. August 2007
− Zwischen Gletschern und Geysiren − Quer durch Island, 13. bis 26. Juli 2006
− Nepal − Unter dem Dach der Welt, 23. Dezember 2005 bis 6. Januar 2006
− Irland, die smaragdgrüne Insel, 25. Juli bis 7. August 2005
− 3. QRP-, Selbstbau- und Jugendtreffen am Adlersberg, 23. bis 25. Juli 2004

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